03. Juni 2013

Furcht vor Leistungseinschränkungen der GKV wächst bei den Bundesbürgern


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TNS Infratest Finanzforschung: 57 Prozent der Bundesbürger sprechen sich dafür aus, das zweigeteilte deutsche Krankenversicherungssystem durch ein einheitliches zu ersetzen. 39 Prozent plädieren für die Beibehaltung von privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Vier Prozent machen keine Angabe oder haben sich keine eindeutige Meinung zu dieser Frage gebildet. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie der TNS Infratest Finanzforschung vom 21.02. bis 18.03.2013 mit 1.959 persönlich-mündlich Befragten ab 18 Jahren.

Mit einer Zustimmung von 85 Prozent herrscht in der Bevölkerung eine deutlich größere Einigkeit darüber, dass sich der Arbeitgeber auch zukünftig prozentual am Krankenversicherungsbetrag beteiligen sollte und der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung also nicht durch einen Fixbetrag ersetzt werden soll. Noch einhelliger ist die Zustimmung mit 89 Prozent bei der Frage, ob die kostenfreie Mitversicherung von Familienangehörigen beibehalten werden soll. Die Erwartung auch weiterhin nur die Erwerbseinkommen zur Bestimmung der Beitragshöhe heranzuziehen und Miet- sowie Kapitaleinnahmen außen vor zu lassen, findet hingegen mit 57 Prozent nur eine relativ knappe Mehrheit.

Alles in allem fühlen sich 89 Prozent der Deutschen mit ihrem aktuellen Krankenversicherungsschutz gut oder sogar sehr gut abgesichert. Der Blick in die Zukunft offenbart allerdings weit verbreitete Befürchtungen: 63 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Gesetzliche Krankenversicherung immer weniger Leistungen übernimmt und die Versicherten mehr selbst bezahlen müssen. Generell trauen nur 50 Prozent der Befragten der Gesetzlichen Krankenversicherung zu, auch in Zukunft einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz bieten zu können.