03. Juli 2013

GKV-Spitzenverband spricht sich gegen die Ausweitung von Festzuschüssen und für mehr Ergebnisqualität aus

Der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes hat im Vorfeld der Bundestagswahl ein Positionspapier zu notwendigen Handlungsfeldern für die Politik der kommenden Legislaturperiode veröffentlicht. Für die Hilfsmittelversorgung forderte er unter anderem, die Ergebnisqualität in den Mittelpunkt zu stellen. Zudem spricht er sich gegen die Ausweitung von Festzuschüssen aus.

Durch die Veränderung der Alters- und Morbiditätsstruktur der Bevölkerung, die steigenden Versorgungsansprüche aufgrund des medizinisch-technischen Fortschritts sowie durch die Ausdehnung des Leistungsrahmens durch die Rechtsprechung werde der Bedarf Hilfsmitteln kontinuierlich wachsen, stellt der GKV-Spitzenverband voran. Der Gesetzgeber habe im Zuge mehrerer Reformen das Ziel verfolgt, den Vertragswettbewerb im Hilfsmittelbereich zu stärken.

Dennoch habe man festgestellt, dass es „systemische Fehlanreize“ und „zum Teil divergierende Interessenlagen“ gebe, was das Positionspapier jedoch nicht näher konkretisiert. Des Weiteren beanstandet der GKV-Spitzenverband eine zu geringe Patientensouveränität sowie mangelnde Kontrollmechanismen. Diese würden sich negativ auf das Qualitätsniveau im Hilfsmittel- und Medizinproduktebereich auswirken.

Der GKV Spitzenverband sieht einen „Trend zu immer aufwendigerer Versorgung“, ohne dass eine entsprechende Nutzenmehrung für die Versicherten erkennbar sei. Ein wichtiges Reformziel müsse es daher sein, die Hilfsmittelversorgung „unter wirtschaftlichen Aspekten qualitätsorientiert“ weiterzuentwickeln. © sw/orthopädieschuhtechnik