10. September 2013

Barrieren abbauen: KBV-Broschüre zum Umgang mit behinderten Patienten


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Fast zehn Millionen Bundesbürger leben mit einer Behinderung und stoßen im Alltag oft auf Hindernisse. Mit der neuen Broschüre „Barrieren abbauen – Ideen und Vorschläge für Ihre Praxis“ zeigt die KBV niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, wie sie ihre Praxis besser auf die Bedürfnisse einstellen können, die gehbehinderte, blinde, gehörlose oder geistig und mehrfach behinderte Menschen haben.

„Unsere neue Broschüre will dazu beitragen, dass Patienten mit Behinderung einen leichteren Zugang zur ambulanten medizinischen Versorgung finden“, sagt Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und selbst Fachärztin für Allgemeinmedizin. Das Serviceheft bietet niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten auf 24 Seiten in kompakter Form eine Fülle von nützlichen Tipps und konkreten Vorschlägen zum Thema Barriereabbau. Der räumliche Zugang ist dabei ebenso wichtig wie die Kommunikation.

Dass es oft schon Kleinigkeiten sind, die einem behinderten Menschen Ängste nehmen und ihm Orientierung geben, zeigt die diabetologische Schwerpunktpraxis von Dr. Carsten Petersen. Sein Team ist darauf eingestellt, dass Sehbehinderte ihren Blindenhund mit in die Praxis bringen dürfen. Für Patienten mit Gehproblemen steht bei Bedarf ein Rollstuhl zur Verfügung. An den Türen sind übergroße Aufkleber angebracht, damit Menschen mit Sehproblemen sich leichter zurechtfinden. Die Behandlungsliegen sind bewusst per Hebel verstellbar, damit Kabel nicht zu Stolperfallen werden.

Die Broschüre bietet Informationen, Checklisten, Ansprechpartner und weiterführende Links. Als Interviewpartner konnten der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, MdB Hubert Hüppe (CDU), und die Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe, Prof. Dr. med. Jeanne Nicklas-Faust, gewonnen werden.

Die KBV stellt die Broschüre „Barrieren abbauen“ kostenlos zur Verfügung. Sie kann per E-Mail bestellt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und im Internet gelesen werden unter: www.kbv.de/barrieren-abbauen.html