13. September 2013

GDS stellt neues Konzept als Leitmesse vor


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Nachdem die GDS bereits angekündigt hatte, mit vorgezogenen Terminen ab Juli 2014 und Anfang Februar 2015 zur Leitmesse für die Branche zu werden, stellte die Düsseldorfer Messe gestern das neue Gesamtkonzept genauer vor.

Ein früherer Termin, eine noch internationalere Ausrichtung und die Ausweitung des Sortiments um Accessoires aller Art sind wichtige Veränderungen, die mit dem neuen Konzept verbunden sind. „Als Leitmesse wollen wir dem Handel eine Orientierung zum Saisonstart ermöglichen. Aussteller sollen Düsseldorf nicht nur als Kick-off für ihre Neuheiten sehen, sondern die gebotene PR-Bühne nutzen, um ihre Marken zu inszenieren“, erklärt Werner Matthias Dornscheidt, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Der Entwicklung des neuen Konzepts war ein differenzierter Dialog mit Handel, Industrie und Presse vorausgegangen, erläuterte Kirsten Deutelmoser auf der Pressekonferenz am 12. September. Auch habe man die Erfolgskonzepte großer internationaler Messen analysiert. Ein Ergebnis: Die Inszenierung und Präsentation von Marken soll künftig forciert werden, da starke Marken insgesamt als zukunftsfähiges Konzept für den stationären, aber auch den Online-Handel angesehen werden.

Aufteilung in drei Hauptsegmente
Eine neue Hallenaufteilung bildet den Kern der neuen GDS: Statt der bisherigen Vielzahl an Segmenten soll es drei große Shoppingwelten geben. Hierbei orientierte sich die GDS an den Shoppingkonzepten großer Metropolen. „Jeder kennt London: Die Oxford-Street ist die Haupteinkaufsstraße; urbane Trends findet man auf der Neal Street und die Bond Street beheimatet die Premium-Marken“, sagte Kirstin Deutelmoser. Davon inspieriert, heißen die drei neuen Segmente der GDS: „Highstreet“, „Pop-up“ und „Studio“.

Im größten Bereich der „Highstreet“ sollen sich bekannte Marken mit großen Ständen ansiedeln, im Bereich „Pop Up“ sollen, ähnlich wie auf Marktplätzen, kreative Flächen geboten werden. Der Bereich „Studio“ präsentiert in weiß gehaltenem, minimalistischem Umfeld hochwertige Designermarken.

Highlightroute und Presse-Rundgang
In jeder der drei Shoppingwelten wird es eine „Highlight-Route“ geben, der die Besucher an ausgewählten Ausstellerständen, Produktpräsentationen, Videowänden, Modenschauen und Events vorbeiführt.

Am ersten Messetag wird ein Pressetag für Journalisten eingerichtet, den die Messe zusammen mit den Ausstellern erarbeitet. Geplant ist, eine PR-Führung für Journalisten durchzuführen.  Am dritten Tag werden Blogger eingeladen, die über Aussteller und verschiedene Aktionen in Düsseldorf die Themen Schuhe und Accessoires an die Öffentlichkeit kommunizieren sollen.

Öffnung nach außen
Um auch Konsumenten zu erreichen, soll die Stadt Düsseldorf mit zahlreichen Events und Shows z.B. in den Brandstores der Aussteller oder in Schuhgeschäften einbezogen werden. Themen wie Mode, Nachhaltigkeit, neue Technologien und Macharten sollen z.B. in Experten-Talks und Ausstellungen vermittelt werden.

Das neue Konzept wird stark von der Mitarbeit und Innovationsfreudigkeit der Aussteller getragen – von der einfallsreichen Inszenierung der Marken und von Events, die gemeinsam mit Händlern und anderen Standorten in der Stadt auf die Beine gestellt werden. Dass eine Neuinzenierung als Leitmesse nicht nur vom Messeveranstalter, sondern auch von Ausstellern, der Presse und dem Handel abhängt, machte Kirstin Deutelmoser deutlich.

Wo werden kleinere Aussteller und Komfortschuhhändler zu finden sein?
Aussteller, die sich jetzt vorwiegend in Halle 6 (Essential) angesiedelt hatten, werden voraussichtlich im Bereich „Highstreet“ zu finden sein, beantwortete Kirstin Deutelmoser die Rückfrage der Presse. Weniger zahlungskräftige  Aussteller werden sich vermutlich eher in Bereichen ansiedeln, an denen die Highlight-Route nicht vorbeiführt. Mit der Belegung von Videoleinwänden oder der Nutzung von Performance-Flächen  und Laufstegen, die in die Hallen integriert werden, sollen sie jedoch die Möglichkeit bekommen, auf sich aufmerksam zu machen. sw/orthopädieschuhtechnik