14. Oktober 2013

BVmed: Hilfsmittelversorgung zeigt weiterhin strukturelle Schwächen

Die gesetzlichen Regelungen der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2009 (GKV-OrgWG) haben die größten Unsicherheiten der 2007 eingeführten Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich weitestgehend ausgeräumt. Mittlerweile haben die Beteiligten gute Wege gefunden, die Hilfsmittelversorgung unter den neuen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. So lautet ein Fazit des Hilfsmittelforums, das der BVMed und die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) auf der Rehacare in Düsseldorf veranstalteten. Trotz verbesserter Rahmenbedingungen bestünden strukturelle Schwächen in der Hilfsmittelversorgung aber weiter fort.

Deshalb seien eine ständige Weiterentwicklung beispielsweise des Präqualifizierungsverfahrens und ein konsequenter Bürokratieabbau notwendig, so Daniela Piossek, Hilfsmittelexpertin des BVMed.

Die Hilfsmittelversorgung nach dem GKV-OrgWG und dem GKV-WSG war auch Kernthema der Podiumsdiskussion, moderiert von Hans-Peter Geisel. Carla Grienberger vom GKV-Spitzenverband, Rechtsanwältin Bettina Hertkorn-Ketterer und Dr. Andrea Mischker von der Krankenkasse BIG beleuchteten gemeinsam mit Dr. Siiri Doka von der BAG Selbsthilfe, Dr. Jörg Nosek von Wellspect HealthCare und Christian Lierse von PubliCare Visé die Frage: Können die Rahmenbedingungen eine qualitative und ausreichend zweckmäßige Hilfsmittelversorgung gewährleisten? Fazit der Experten: Strukturelle Schwächen bestehen weiterhin. Diese müssten im Sinne der Patienten ausgeräumt werden.