17. Dezember 2013

Hermann Gröhe ist neuer Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe. (Foto: CDU Deutschlands/Laurence Chaperon)

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Der bisherige Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, wird neuer Bundesgesundheits­minis­ter. Die Entscheidung für den 52-jährigen Juristen war eine Überraschung, da die Gesundheitspolitik für ihn Neuland ist.

Während der Koalitionsvertrag im Bereich Gesundheit mit Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) von zwei ausgewiesenen Fachpolitikern verhandelt worden ist, muss die geplanten Vorhaben nun ein Minister umsetzen, der noch keine Erfahrungen in diesem komplexen Ressort aufweist.

Seit 1994 gehört der Rheinländer dem Bundestag an, seit 1977 der CDU. Der vierfache Familienvater war Vorsitzender der Jungen Union und von 1998 bis 2005 Unionssprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. In den Jahren 2008 und 2009 wirkte Gröhe im Bundeskanzleramt als Staatsminis­ter für die Bund-Länder-Koordination, dann übernahm er den Posten als Generalsekretär. In den zurückliegenden Koalitionsverhandlungen spielte er eine wichtige Rolle. In seinem Amt als Generalsekretär trat Gröhe in einer eher besonnenen Art in Erscheinung, statt markiger Sprüche bediente er sich lieber ausführlicher Erklärungen.

Im Gesundheitsministerium warten große Herausforderungen auf ihn, so die Umsetzung der lang aufgeschobenen Pflegereform oder die geplante Krankenhausreform, die nach Qualität honorieren soll und fachliche Schwerpunktsetzungen fördern soll.
Karl-Josef Laumann, der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels und Sozialexperte wird das neu geschaffene Amt für Pflege, Patienten und Demografie übernehmen, das im Gesundheitsministerium angesiedelt ist.