17. Dezember 2013

Orthopädieschuhtechnische Themen auf der OTWorld

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

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Die Orthopädieschuhtechnik durch­zieht das Kongressprogramm der OTWorld 2014, die vom 13. bis 16. Mai 2014 in Leip­zig stattfindet. In diversen Symposien referieren Orthopädieschuhmacher gemeinsam mit Ärzten, Physiotherapeuten, Orthopädietechnikern und Podologen zu unterschiedlichen Themen.

Die Orthopädieschuhtechnik wird im Kongress der OTWorld 2014 in diversen indikationsspezifischen Symposien bearbeitet und ist darüber hinaus auch Schwerpunktthema etlicher Veranstaltungen. „Für mich persönlich ist die Begegnung mit vielen innovativen, nationalen und internationalen Experten außerordentlich interessant und wird mir auch im Jahr 2014 viele Impulse geben“, erklärt Jürgen Stumpf, Fuss und Schuh Breidbach Orthopädie, der für den Zentralverband Orthopädie­schuh­technik (ZVOS) Mitglied des Programm-Komitees der OTWorld ist – der ZVOS ist Partner der OTWorld. Das Zusammenkommen mit Kollegen aus der Medizinbranche, so Stumpf, sorge dafür, dass der Patient im Fokus stehe. „Dieser interdisziplinäre Austausch zeigt uns die Richtung für zukünftige Innovationen an.“

In den letzten Jahren entwickelte sich die Orthopädieschuhtechnik zu einem wichtigen Partner der medizinischen Disziplinen Diabetologie und Sportmedizin. „Gerade der Bereich der diabetischen Fußversorgung ist eine Kernkompetenz der Orthopädie­schuh­technik“, so Stumpf. Die Notwendigkeit, sich konkret mit diesem Thema zu befassen, zeigt sich darin, dass der diabetische Fuß in Symposien der OTWorld thematisiert wird, die sich nicht vorrangig der Orthopädieschuhtechnik widmen – darunter etwa das Symposium „Akzeptanz und Compliance von Orthesen“.

In einem Symposium zur Rheumaversorgung stehen moderne orthopädietechnische Ver­sor­gungsmöglichkeiten und innovative Behandlungsweisen auf der Agenda. Jürgen Stumpf erklärt, dass er sich in seiner Arbeit an den biomechanischen Erkenntnissen des verstorbenen Orthopäden und Wissenschaftlers Prof. Seyfried aus Warschau orientiert: „Seine Ideen zur funktionellen Behandlung von rheumatischen Patienten sind für mich absolut faszinierend, bedürfen aber einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit.“

Neben indikationsspezifischen Themen sind „insbesondere die atemberaubenden Entwicklungen im Bereich Bionik und Exoskelette in der Orthopädieschuhtechnik interessant zu verfolgen, obwohl sie noch keinen konkreten Einfluss auf die tägliche Arbeit haben“, bemerkt der Orthopädieschuhmacher-Meister. Kein Wunder, dass das Symposium mit dem Titel „Einfluss von biomechanischen
Erkenntnissen auf die orthopädieschuhtechnischen Versorgungsstrategien des diabetischen Fußes“ ganz konkret die Schuhtechnik aus der Perspektive der Biomechanik fokussiert.

„Die therapeutischen Möglichkeiten der Orthopädie­schuh­technik bestehen primär aus der Umsetzung biomechanischer Wirkprinzipien. Es gibt kaum ein Gebiet der biomechanischen Forschung im Bereich Fuß, das so intensiv erforscht wurde. Dies war der Anlass, namhafte Experten zu diesem Thema einzuladen, um die Möglichkeiten und Grenzen der biomechanischen Therapie zu diskutieren“, erläutert Jürgen Stumpf. Er selbst wird dabei zum „Sinn und Unsinn der elektronischen Druckverteilungsmessung bei der Versorgung des diabetischen Fußes“ referieren.

Infos über das Kongressprogramm und Anmeldung unter www.ot-world.com.