18. Dezember 2013

Heinz-Dieter Berkau verabschiedet

Nach 37 Jahren als Geschäftsführer der Landesinnung Bayern wurde Heinz-Dieter Berkau am 13. Dezember 2103 in den Ruhestand verabschiedet. Für diesen Anlass hatte die Landesinnung zu einer festlichen Verabschiedung in den Bayerischen Hof in München eingeladen.

Heinz-Dieter Berkau hat die „Marke“ Orthopädieschuhtechnik geprägt, sagte Landesinnungsmeister Magnus Fischer in seiner Begrüßungsansprache. Er habe den Beruf vom "Schuster­image" befreit und zu einem neuen Verständnis als moderner Gesundheitsberuf geführt.

Diese Entwicklung darzustellen blieb dem Vorgänger Fischers als Landesinnungsmeister vorbehalten. Martin Mitterer war Fachlehrer in der Orthopädieschuhtechnik, als Berkau seinen Dienst in der damaligen Bürogemeinschaft mit den Schuhmachern antrat. Aus der ersten Begegnung sollten später 28 Jahre gemeinsame Arbeit im Vorstand werden, wovon Mitterer 16 Jahre als Landesinnungsmeister amtierte. Mitterer schlug in seinem Rückblick einen Bogen von der Bürogemeinschaft mit den Schuhmacher, aus der man sich 1981 gelöst habe, um eigenständig die Entwicklung der Innung in die Hand zu nehmen. Dazu gehörten die Gründung der Münchener Bildungsstätte für Orthopädieschuhtechnik mit dem Freundeskreis, die Gründung der innungseigenen Orthotech GmbH sowie der Aufbau der Mitgliederbetreuung und der Ausbau der Geschäftsstelle zu einem Dienstleistungszentrum. Weitere wichtige Punkte seien die Entwicklung eines Marketingkonzeptes für die Orthopädieschuhtechnik, aber auch der Aufbau eines Netzwerkes zu Medizin und Wissenschaft gewesen. Ausdruck dafür sei unter anderem der Jahreskongress Technische Orthopädie in Garmisch. Besonders hob Mitterer Berkaus Umsicht bei den Verhandlungen mit den Kassen hervor.

Auch viele Weggefährten, Partner und Freunde nutzten die Gelegenheit, Heinz-Dieter Berkau mit den besten Wünschen in den Ruhestand zu verabschieden. So waren vom Zentralverband Orthopädieschuhtechnik Präsident Werner Dierolf und Geschäftsführer Oliver Dieckmann nach München gekommen, wie auch LIM Ludwig Vorholt mit Geschäftsführerin Irene Zamponi vom LIV Nordrhein-Westfalen und Wilhelm Schulte mit Geschäftsführerin Kornelia von Speicher-Hein von der Landesinnung Hessen. Auch Vertreter der Krankenkassen ließen es sich nicht nehmen, sich von Ihrem langjährigen Verhandlungspartner zu verabschieden.

Abschied von den Innungsmitgliedern
Von seinen Innungsmitgliedern, für deren Betriebe er sich 37 Jahre lang eingesetzt hatte, konnte sich Heinz-Dieter Berkau bei der Mitgliederversammlung am 23. November in Straubing verabschieden. Dort stellte er selbst die Bedeutung des Ehrenamtes heraus,  denn ohne all die Vorstände und engagierten Innungsmitglieder könne eine Innung nicht funktionieren. „Ich bin dankbar, dass ich mit diesen Menschen zusammenarbeiten durfte“, sagte er.

„Es war nicht nur ein Dienstverhältnis,“ betonte Landesinnungsmeister Magnus Fischer bei seiner Ansprache vor der Mitgliederversammlung. „Heinz-Dieter Berkau hat die Anliegen der Innung zu seiner Sache gemacht!“ Fischer hob auch die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten Berkaus in der Branche hervor. So habe er lange Jahre als Schatzmeister der ISPO-Deutschland und der Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) für intersdisziplinären Austausch im Fachgebiet unterstützt. Für seine Verdienste um die Landesinnung Bayern wurde Berkau auf der Mitgliederversammlung zum Ehrengeschäftsführer ernannt und mit dem Ehrenring der Landesinnung Bayern ausgezeichnet, der jeweils nur maximal an zwei lebende Personen verliehen wird. Bereits 2008 war Berkau mit dem Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden.

Berkaus Amtszeit endet zum 1. Februar 2014. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder einstimmig in Straubing Gerold Elkemann, der schon seit vielen Jahren stellvertretender Geschäftsführer der Innung ist und dadurch die Anliegen und die Arbeit in der Innung bestens kennt. Dass er auch 37 Jahre im Amt sein werde, wollte er bei seiner Ansprache nach der Wahl nicht versprechen, wohl aber, dass er die Innung im selben Geist als Dienstleister für die Betriebe weiterführen werde. Wolfgang Best, Orthopädieschuhtechnik