06. Oktober 2014

450 Osteopathen aus Europa beim 17. Internationalen Kongress in Bad Nauheim

Foto: Verband der Osteopathen Deutschland

Osteopathie hat eine eigene Philosophie. Auf ihre historischen Spuren machten sich drei Tage lang 450 Osteopathen aus Europa in Bad Nauheim. Vom 3. bis 5. Oktober 2014 fand der 17. Internationale Fachkongress des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. statt. In der Innenstadt informierten die Experten am Samstag zeitgleich die Bevölkerung über den umfangreichen praktischen Nutzen des eigenständigen medizinischen Diagnose- und Behandlungssystems.

Osteopathie betrachtet den Patienten als Ganzes. Osteopathen untersuchen und therapieren ausschließlich mit ihren Händen; dabei steht die Suche nach den Ursachen der Beschwerden im Vordergrund. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie und Physiologie. Referenten und Workshop-Leiter aus Großbritannien und Deutschland beschäftigten sich in den Kongresstagen intensiv mit der Lehre Dr. William Garner Sutherlands. Der Amerikaner (1873-1954) war ein Schüler des Osteopathie-Begründers Dr. Andrew Taylor Still und widmete sich der Erforschung der Schädelknochen. Dr. Sutherland begründete das Konzept des kranialen Bereichs der Osteopathie und sah seine Methode als integralen Bestandteil der traditionellen Osteopathie. Als weiteres Highlight galten die Präsentation neuester wissenschaftlicher Thesen im Bereich der Osteopathie vor der Akademie der Osteopathie (AFO) und die feierliche Ehrung der Studieninhaber mit der Qualitätsmarke D.O.

Bei welchen Beschwerden empfiehlt sich eine osteopathische Behandlung und wo kann ich eine fundierte Ausbildung machen? Antworten auf diese und weitere Fragen gaben Osteopathen aus Bad Nauheim und Umgebung und Schulvertreter am Samstag auf dem Aliceplatz in der Innenstadt.