08. Juni 2016

AOK Sachsen-Anhalt zieht Ausschreibung von Einlagen zurück


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Die AOK Sachsen-Anhalt hat in einem Schreiben darüber informiert, dass sie geplante Ausschreibung für Einlagen aufgehoben hat. Darüber informierte die Kasse heute in einem Schreiben.

Die Ankündigung der AOK Sachsen-Anhalt, ab dem 1. Oktober 2016 die Versorgung ihrer Versicherten mit Einlagen auszuschreiben hatte in der Branche heftige Kritik von Fachorganisationen und Leistungserbringerverbänden hervorgerufen. Da als Zuschlagskriterium der Preis galt, wurden vielfach Befürchtungen geäußert, dass dies die Qualität in der Einlagenversorgung wesentlich verschlechtern würde. Es herrschte aber auch Unverständnis, dass die Ausschreibung lanciert wurde, während die Produktgruppe 08 (Einlagen) des Hilfsmittelverzeichnisses der Gesetzlichen Krankenversicherung wesentlich überarbeitet wird.

Dieses Argument brachte offenbar die AOK zum Umdenken. Dass die bevorstehende Weiterentwicklung der Produktgruppe 08 gravierende Änderungen mit sich bringen wird, sei der AOK Sachsen-Anhalt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung so noch nicht bekannt gewesen. Diese zu erwartenden Änderungen stünden teilweise im Widerspruch zu den aktuell vorliegenden Vergabeunterlagen. Damit hätten sich die Grundlagen des Vergabeverfahrens grundlegend geändert, weshalb die Aufhebung des Vergabeverfahrens erfolgt sei.

Diese Information sei auch zur Bekanntmachung sei auch an das Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union versandt worden, wo sie innerhalb der nächsten fünf Kalendertage veröffentlicht werden soll.