24. Januar 2017

Forderungskatalog zur besseren Dekubitusversorgung

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Sieben Hilfsmittelverbände fordern eine bessere Dekubitusversorgung. (Foto: BVMed-Bilderpool, GerroMed Pflege- und Medizintechnik GmbH)

In einem gemeinsam verfassten Positionspapier kritisieren sieben Hilfsmittelverbände einen erheblichen Qualitätsverfall bei Produkten und Dienstleistungen in der Dekubitusversorgung.

Diese führten zu dramatischen Kostenanstiegen durch unnötig entstandene Druckgeschwüre, so der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), die EGROH, die Fachvereinigung Medizinprodukte (fmp), Reha-Service-Ring (RSR), rehaVital sowie Sanitätshaus Aktuell. Die Verbände vereinbarten einen Forderungskatalog. Dazu gehören Verbesserungen im Hilfsmittelverzeichnis und ein Ausschluss von Ausschreibungen im Dekubitusbereich.

Zu den Forderungen der Hilfsmittelverbände gehören unter anderem:

- Schaffung geeigneter Bewertungskriterien zur Aufnahme von Antidekubitussystemen in das Hilfsmittelverzeichnis und einer sinnvollen Struktur/Zuordnung als Grundlage für eine differenzierte Versorgung;

- Abschaffung des Missbrauchs der Dekubitusgrade als Hauptkriterium zur Auswahl der Hilfsmittel;

- Volle Berücksichtigung der Prozesskosten der Dekubitusversorgung in den Verträgen;

- Gemeinsame Definition von Bewertungskriterien, Neugliederung und Dienstleistungsstandards für die Versorgung mit Antidekubitushilfsmitteln durch GKV-Spitzenverband, Wissenschaft, Fachexperten und Verbände sowie deren verbindliche Aufnahme in Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern;

- Ausschluss von Ausschreibungen nach § 127 (1) SGB V für die Produktgruppe 11 – Hilfsmittel gegen Dekubitus.