16. Februar 2017

Rundfunkbeitrag: Neue Option für Meldung der Mitarbeiterzahl

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Die Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens kann jetzt in veränderter Form an den Rundfunkbeitragsservice (ehemals GEZ) gemeldet werden. Die Beschäftigtenzahl muss nun nicht mehr pro Kopf gemeldet werden, sondern Teilzeitkräfte können in Vollzeit-Äquivalente umgerechnet werden. Die neu errechnete Gesamtzahl der Mitarbeiter kann nur einmal jährlich bis zum 31. März beim Beitragsservice gemeldet werden.

Die Änderungen sind durch den 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag möglich geworden.

Bisher war die Beschäftigtenzahl eines Unternehmens "pro Kopf" zu melden, unabhängig von der realen jeweiligen wöchentlichen Arbeitszeit. Für Branchen mit hohem Anteil von Teilzeitbeschäftigten führte dies bislang zu Benachteiligungen, da aufgrund der höheren Beschäftigtenzahl gegebenenfalls auch eine Einordnung in höhere Beitragsstaffelstufen des Rundfunkbeitrages erfolgte. Das Handwerk hatte sich für die Modifikation dieser Regelung eingesetzt, berichtet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Änderung des § 6 Abs. 4 Rundfunkbeitragsstaatsvertrages ermöglicht nun die Umrechnung von Teilzeitbeschäftigten in Vollzeitäquivalente.

Im Einzelnen sind die Beschäftigten wie folgt zu berechnen:

  • Jeder Beschäftigte  mit  nicht  mehr  als  20  Stunden  (regelmäßige  wöchentliche Arbeitszeit) ist mit dem Faktor mit 0,5,
  • jeder Beschäftigte über 20, aber nicht mehr als 30 Stunden, ist mit dem Faktor 0,75
  • und jeder Beschäftigte mit mehr als 30 Stunden ist mit dem Faktor 1,0 anzusetzen.

Bezugsgröße der Berechnung ist die durchschnittliche Beschäftigtenzahl des vorangegangenen Kalenderjahres. Die errechnete neue Gesamtzahl (alle Vollzeitbeschäftigten und  die  errechneten  Vollzeitäquivalente  der  Teilzeitbeschäftigten  zusammengefasst) kann nur einmal jährlich  bis  zum 31. März beim Beitragsservice gemeldet werden, damit der Beitrag gegebenenfalls. mit Wirkung zum April des jeweiligen Jahres angepasst werden kann. 

Zu beachten ist, dass (wie bisher) nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Personen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gezählt werden, ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte.

Es handelt sich ausdrücklich um eine Option: Weiterhin können die Unternehmen ihre Beschäftigtenzahl nach "Köpfen" angeben. Wenn sich keine Änderungen der Beschäftigtenzahl ergeben, ist auch keine erneute Meldung notwendig. 

Soweit die Beitragszahler bereits ein Beitragskonto haben, kann die Beschäftigtenberechnung und die Veränderungsmeldung im Serviceportal des Beitragsservice direkt erfolgen.

Quelle: ZDH