29. März 2017

Kooperation zwischen Ärzten und nichtärztlichen Berufen soll gestärkt werden


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Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne fand am Montag, den 27.03. 2017, ein Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin statt. Knapp 300 Verantwortliche und Interessierte aus den Branchen der Heil- und Hilfsmittel folgten der Einladung. Unter dem Motto „Kooperation zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Gesundheitsberufen stärken“ betrachteten die Redner und Diskutanten die Chancen und Möglichkeiten der besseren Zusammenarbeit innerhalb der Gesundheitsfachberufe.

Der Kongress befasste sich mit der Frage nach einer ganzheitlichen Gesundheitsversorgung und dem Ziel einer stärkeren Orientierung am Patientenwohl - ob durch eine bessere Zusammenarbeit von Ärzten und Therapeuten oder die Vernetzung von Hilfsmittelherstellern und Sanitätshäusern. „Es geht immer um die bestmögliche Mannschaftsleistung,“ meinte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Nach weiteren Einführungen in die Thematik des für Gesundheit zuständigen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Georg Nüßlein sowie der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Gesundheit Maria Michalk folgten Impulsreferate aus der Praxis der Vorsitzenden des Vorstands des Spitzenverbands der Heilmittelverbände Ute Repschläger und des Präsidenten des Bundesinnungsverbandes Orthopädie Technik Klaus-Jürgen Lotz.

Die darauffolgende 90-minütige Diskussion mit ausgewählten Podiumsteilnehmern und den Anwesenden wurde von Dr. Roy Kühne moderiert. Dabei standen Fragen nach einer faireren Bezahlung für Therapeuten, nach Vor- und Nachteilen der Akademisierung und nach der Möglichkeit einer direkten Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln im Mittelpunkt.

Die AG-Vorsitzende Maria Michalk sprach für die Branche motivierende Worte zum Abschluss: „Die Ausbildungen von nicht-ärztlichen Berufen, wofür unter anderem ein Schulgeld bezahlt werden muss und die Aussichten auf hohe Einkommen eher nicht gegeben sind, sollten in der kommenden Wahlperiode auf der Tagesordnung stehen. Hier müssen Bund, Länder und Selbstverwaltung gemeinsam dran bleiben. Die Attraktivität von nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen sollte für die Zukunft gestärkt werden, um hier einem Personalmangel vorzubeugen.“

Das Resümee von Roy Kühne sah dementsprechend zufrieden aus: „Ich bin wirklich froh und dankbar darüber, dass wir mit der Thematik der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe in dieser Legislaturperiode erfolgreich begonnen haben und mit dem HHVG einen ersten wichtigen und erfolgreichen Schritt machen konnten. Jedoch müssen wir jetzt alle weiter am Thema bleiben.“

Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Ausgabe der Orthopädieschuhtechnik.