24. Mai 2017

Gesundheitshandwerke: Brief an Politiker zum HHVG

Die Gesundheitshandwerke haben einen Brief an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags gesandt. Darin danken sie den Politikern für Verbesserungen, die das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) gebracht habe, äußern jedoch auch einige Kritikpunkte.

Positiv heben die Verbände hervor, dass durch das Ausschreibungsverbot für individuell gefertigte Hilfsmittel mit hohem Dienstleis­tungs­anteil für eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Hilfsmittelversorgung ge­sorgt ist. Dass der GKV-Spitzenverband das Hilfsmittelverzeichnis regelmäßig aktualisieren muss, loben sie ebenfalls.

Die Gesundheitshandwerke betonen, dass sie die Übermittlung von Mehrkosten an die Krankenkassen ablehnen, unter anderem aus datenschutzrechtlichen Gründen. Des Weiteren weisen sie darauf hin, dass einige Krankenkassen derzeit mit sogenannten „Open house“-Verträgen im Hilfsmittelbereich, bei denen sie einseitig Preise und Versorgungsmodalitäten vorgeben, Vertragsverhandlungen umgehen und die Vorgaben des § 127 SGB V unterlaufen. Damit werde die wichtige Arbeit, die die Politiker in den letzten Jahren in der Vorarbeit zum  HHVG geleistet haben, zunichte gemacht, warnen die Verbände.