24. Mai 2017

ALOST feiert Jubiläum

Besuch von der ALOST erhielt die Firma Streifeneder Ortho Production. Foto: tom/orthopädieschuhtechnik

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Die ALOST konnte Anfang Mai auf ihrer Tagung  in München auf ein rundes Gründungsjubliläum zurückblicken: Vor 20 Jahren hatten sich Berufsschullehrerinnen und -lehrer aus dem Bereich Orthopädieschuhtechnik zur ALOST zusammengeschlossen.

Die Jubiläumstagung fand in München statt. Thomas Goll und Iris Mösl hatten für die Kollegen ein spannendes Programm organisiert. So wurde die Wehrpathologische Lehrsammlung der Sanitätsakademie der Bundeswehr besucht. Hauptfeldwebel Bernhard Skasa-Weiß informierte dabei über die mit über 3000 pathologischen und anatomischen Präparaten bestückte Ausstellung, die seit dem Ersten Weltkrieg gesammelt wurden. Sie ist eine der größten anatomischen Lehrsammlungen und für die Öffentlichkeit eigentlich nicht zugänglich.

Das zweite Highlight war der Besuch der Firma Streifeneder Ortho Production in Emmering. Martin Pasurka führte die ALOST durch die Firma und referierte über ihr Angebot – mit dem Schwerpunkt auf maßgefertigte Fuß- und Zehenorthesen. Eine spontan angesetzte Bewegungsanalyse rundete den informativen Besuch ab.
Mit einem Besuch des Tegernseer Bräustüberls wurde mit bayerischen Essen und uriger Wirtshauskultur das 20jährige Vereinsjubiläum stilvoll beendet.

Zum Jubiläum drei Fragen an Michael Blau, 1. Vorsitzender der ALOST

Michael Blau

Herr Blau, was war vor 20 Jahren der Anlass für die Gründung der ALOST?
Als Lehrer im Bereich Orthopädieschuhtechnik ist man in einem Nischenberuf tätig. Es gab damals keine Weiterbildungsgelegenheit für die Lehrkräfte und auch relativ wenige Schüler pro Standort. Wir wussten gar nicht, an welchen Berufsstandorten überhaupt unterrichtet wurde. Der Wunsch nach Austausch untereinander, von Unterrichtsmaterialen und -medien hat dann letztendlich zur Gründung der ALOST geführt. Übrigens hat uns der damalige Bundesinnungsmeister Alberecht Breymann von unserer „Geburtsstunde“ an sehr unterstützt und ermutigt.

Was sind für Sie persönlich die drei wichtigsten Dinge, die die ALOST in diesen 20 Jahren erreicht hat?
– Die ALOST ist mittlerweile ein anerkannter und respektierter Ansprechpartner des ZVOS, wenn es um Fragen wie Ausbildung, Prüfungswesen und Berufsbild geht.
– Wir sind ein gemeinnütziger Bildungsverein, der erstklassige Aus- und Weiterbildung für Lehrkräfte im Bereich Orthopädieschuhtechnik anbieten darf.
– Es ein funktionierendes Netzwerk zwischen den Kolleginnen und Kollegen aller Berufsstandorte in Deutschland und Österreich gibt.

Welche Wünsche haben Sie für die nächsten Jahre?
– Dass Gesundheitshandwerk und Berufsschule die Herausforderung meistern, guten Nachwuchs für ihren Bereich zu finden und zu begeistern.
– Dass es uns weiterhin gelingt, eine tolle und qualifizierte Ausbildung für einen Beruf mit super Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
– Dass die wenigen Schulstandorte ihre gute Sach- und Personalausstattung noch weiter ausbauen können
– Dass viele meiner Kolleginnen und Kollegen Kraft, Zeit und Freude finden, sich neu – oder weiterhin – in der ALOST zu engagieren.  
– Lehrkräfte für die Orthopädieschuhechnik zu gewinnen und mit Fortbildungsangeboten zu qualifizieren.

© tom/orthopädieschuhtechnik