05. Juli 2017

Sabu-Generalversammlung: Zahlen für Geschäftsjahr 2016 dargelegt

Die Mitglieder der Sabu Schuh-Verbund eG bei der Generalversammlung in Hamburg (Foto: Sabu)

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Am 24. Juni 2017 trafen sich die Mitglieder der Sabu Schuh-Verbund eG zur Generalversammlung in Hamburg. Leitmotiv war die Digitalisierung. Vorstandssprecher Ulrich Rau informierte über das Wirtschaftsjahr 2016 bei Schuh-Verbund, RSB Retail+Service Bank GmbH, Sabu Schuh- und Marketing GmbH sowie Unitex GmbH.

Bei der Sabu Schuh-Verbund eG beträgt der Jahresüberschuss 1,4 Millionen Euro und verringerte sich im Wesentlichen durch einen leichten Rückgang der Beteiligungserträge sowie einer Steuerrückstellung. Zuzüglich des Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von rund 2 Millionen. Euro. Rau erläuterte, dass sich das Eigenkapital der Sabu eG, das sich aus den Geschäftsguthaben der Mitglieder, den Ergebnisrücklagen und dem Bilanzgewinn zusammensetzt, um eine Million Euro auf 26,4 Millionen Euro erhöhte. Die Bilanzsumme stieg analog dazu um eine Million Euro auf insgesamt 26,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote hat sich mit 98,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Maßgeblich für die wirtschaftliche Situation der Sabu Schuh-Verbund eG sind die Erträge der Beteiligungen (RSB Retail+Service Bank GmbH, Sabu Schuh- und Marketing GmbH und Unitex GmbH).

Der Gesamtumsatz der RSB Retail+Service Bank GmbH, Kornwestheim, im Zentralregulierungsgeschäft hat sich im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 60 Millionen Euro auf 910 Millionen Euro erhöht. Der Jahresüberschuss 2016 reduzierte sich von 1,32 Millionen Euro auf 1,20 Millionen Euro.

Die geschäftliche Entwicklung der Unitex GmbH, Neu-Ulm, ist im Jahr 2016 weiterhin durch ein kontinuierliches Wachstum geprägt. Der Gesamtumsatz stieg von 244,1 Millionen Euro um 9,9 Prozent auf 268,2 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss konnte von rund 1 Million Euro im Vorjahr auf 1,24 Millionen Euro in 2016 gesteigert werden.

Bei der Sabu Schuh- und Marketing GmbH, Heilbronn, ist der Gesamtumsatz um rund 10 Millionen Euro (3,1 Prozent) auf 319,6 Millionen Euro gesunken. Der Jahresüberschuss reduzierte sich analog von 0,61 Millionen Euro im Vorjahr auf 0,4 Millionen Euro in 2016.

Mit Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug wurde in 2016 eine Reihe von Digitalisierungsprojekten begonnen. Die regionale Suchplattform für Schuhe geht am 1. August 2017 unter www.sabu.de  an den Start. Die Genossenschaft übernimmt die Kosten für die „Digitale Visitenkarte“ für 2017 und 2018 sowie für die professionellen Fotos der Geschäfte. Das EDI-Angebot in Zusammenarbeit mit dem European Clearingcenter in Bergkamen wird sukzessive ausgebaut. Und ab 1. Januar 2018 wird das elektronische Rechnungsportal für alle Sabu-Mitglieder aktiviert, in dem sämtliche Original-ZR-Rechnungen und –Gutschriften eingestellt und rechtssicher elektronisch archiviert werden.

Auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Geschäftsanteile war Thema: Die Anzahl der Genossen zum Jahresende 2016 war mit 821 Mitgliedern (Vorjahr 865 Mitglieder) nur leicht rückläufig. Davon sind rund 700 Anschlussfirmen mit über 1.150 Verkaufsstellen. Allerdings konnte erneut ein Wachstum bei den Geschäftsanteilen von 2,2 Prozent verzeichnet werden.

Die Regularien, wie die Feststellung des Jahresabschlusses 2016, die Verwendung des Jahresüberschusses sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden von der Versammlung allesamt einstimmig beschlossen. Die Mitglieder erhalten aus dem Jahresüberschuss eine Basis-Dividende von fünf Prozent und ab sechs Anteilen eine nach der Anzahl der Geschäftsanteile gestaffelte Mehrdividende von ein bis drei Prozent, somit maximal acht Prozent.