02. August 2017

Regelung der Betriebsnachfolge war Thema bei Orthopädieschuhmachern

Marie-Therese Poss konnte die Gesellenprüfung mit dem Gesamtergebnis „Sehr gut“ abschließen. (Foto: Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz)

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Bei der Jahreshauptversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz ging es unter anderem um die Regelung der Betriebsnachfolge. Marie-Therese Poss aus Trier wurde mit dem Förderpreis für begabte Junghandwerker ausgezeichnet.


Zunächst berichtete aber Obermeister Karl-Heinz Weber aus der Arbeit der Innung. Im Mittelpunkt standen die neuen Verträge mit den Krankenkassen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Michael Seelig vom Zentralverband Orthopädie-Schuhtechnik (ZVOS, Hannover) erläuterte die Fortentwicklung der Verträge auf Bundesebene. Für die Betriebe sei es eine besondere Situation, die neue Produktgruppe 08 Einlagen mit Stützender Einlage und Bettungseinlage umzusetzen.

Marie-Therese Poss aus Trier wurde im Rahmen der Innungsversammlung von Obermeister Karl-Heinz Weber mit dem Förderpreis für begabte Junghandwerker ausgezeichnet. Sie konnte im vergangenen Jahr die Gesellenprüfung mit dem Gesamtergebnis „Sehr gut“ und einer Note von 1,3 abschließen. Mit Dank und Anerkennung überreichte Obermeister Weber eine Urkunde sowie einen Geldbetrag über 500 Euro.

Dann gab Betriebsberater Ulf Hoffmann von der Handwerkskammer Koblenz wichtige Tipps zur Betriebsführung im Handwerk. Die Betriebsberatung steht allen Mitgliedsbetrieben zunächst für den Bezirk Koblenz zur Verfügung. Hoffmann zeigte hierbei das umfangreiche Feld der Betriebsberatung auf, was breite Aufmerksamkeit fand.

Im Detail ging er dann auf die Thematik der Betriebsübergabe ein und erläuterte hierbei die einzelnen Punkte in betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher und allgemein-rechtlicher Sicht. Eine Reihe von Fragen aus der Versammlung wurde hierbei zur Sprache gebracht.

Dr. med. Andreas Behr von der Diabetologisch Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis referierte über die Stadien und Therapiemöglichkeiten im Bereich der Schuhversorgung. Das diabetische Fußsyndrom erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Orthopädie-Schuhmacher-Meisterbetrieb und dem Facharzt. Nur so könne erreicht werden, dass eine weitere Schädigung des Fußes unterbleibt.