20. Juni 2018

GWQ-ServicePlus AG: Wegfall der PG 31 Preisvereinbarung

Die im OT-Rahmenvertrag mit der GWQ ServicePlus AG vereinbarten Preise für die PG 31 wurden vom Zentralverband Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) bereits zum 31.Dezember 2017 gekündigt. Nun wurde der GWQ ServicePlus AG und den über diesen Rahmenvertrag versorgenden Krankenkassen vom ZVOS mitgeteilt, dass Versorgungen nach der bisherigen Preisliste nur noch bis 30. Juni 2018 durchgeführt werden, gibt der ZVOS in seinem Newsletter „Orthoinfo“ bekannt.

Die im OT-Rahmenvertrag mit der GWQ ServicePlus AG vereinbarten Preise für die PG 31 seien vom ZVOS bereits zum 31.Dezember 2017 gekündigt worden. Rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist habe dieser, gemeinsam mit anderen Verbänden, GWQ ein Preisangebot für den Folgezeitraum unterbreitet und Vertragsgespräche zu dieser Produktgruppe angeboten. Dieses Gesprächsangebot wurde von GWQ leider nicht angenommen, da GWQ nicht bereit war, Vertragsverhandlungen mit einer aus mehreren Verbänden bestehenden Verhandlungskommission zu führen, heißt es weiterhin im Newsletter des ZVOS.

Stattdessen sei im März 2018 eine Vertragsabsicht nach § 127 Ab2 SGB V veröffentlicht worden, welche vom ZVOS mit der erneuten Abgabe eines Vertragsangebotes beantwortet worden sei. Trotz vieler Nachfragen war GWQ ServicePlus AG bisher nicht zur Aufnahme gemeinsam geführter Vertragsgespräche bereit, so der ZVOS. Da nicht absehbar sei, dass zeitnah mit der GWQ ServicePlus AG zielführende Vertragsgespräche für die PG 31 geführt werden können, haben dieser GWQ ServicePlus AG und den über diesen Rahmenvertrag versorgenden Krankenkassen mitgeteilt, dass Versorgungen nach der bisherigen Preisliste nur noch bis 30. Juni 2018 durchgeführt werden.

An dieser Stelle bittet der ZVOS, dass ab 1. Juli 2018 Versorgungen dann nur noch nach vorab genehmigtem Kostenvoranschlag im Einzelfall durchgeführt werden sollten. Es wird empfohlen, aufgrund des für die Orthopädieschuhmacher entstehenden Mehraufwands, Versorgungen mit einem deutlichen Aufschlag von mindestens 20 Prozent auf die bisherigen Vertragspreise anzubieten. Alternativ sei auch eine Orientierung am Preisniveau des aktuellen SpectrumK-Vertrages (Preisstaffel ab 1. Januar 2019 verwenden) möglich. Damit der Kostenvoranschlag als Leistungsantrag der jeweiligen BKK-Versicherten geprüft wird und nicht automatisiert vom System abgelehnt oder gekürzt wird, sind die Kostenvoranschläge ausschließlich in Papierform abzugeben, so der ZVOS.

Um die Verhandlungsposition des ZVOS weiter zu stärken, bittet dieser OST-Mitgliedsbetriebe, die nicht über den ZVOS sondern direkt dem OTRahmenvertrag mit GWQ beigetreten sind, diesen umgehend zu kündigen, um somit noch mehr Druck aufbauen zu können. Der ZVOS bedauere diese Situation, sehe sich aber dazu gezwungen, diesen Schritt zu gehen.