20. November 2018

„Orthopädieschuhtechnik braucht einen von allen getragenen Dachverband“

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Prof. Bernhard Greitemann (Foto: Greitemann)

Angesichts der derzeitigen Entwicklung in der Verbandspolitik der Orthopädieschuhtechnik erreichte uns ein Leserbrief von Prof. Bernhard Greitemann. Er richtet sich an alle Orthopädieschuhmacher, vor allem an die Verantwortlichen in den Berufsverbänden und Innungen. Im Folgenden lesen Sie den Leserbrief im Original.

Aufruf zur Einheit im Fach
Ich wende mich mit diesem Leserbrief an alle Orthopädieschuhtechniker, insbesondere an die Verantwortlichen in Führungspositionen und Gremien. Ich schreibe das Folgende als Privatperson, nicht als Vorsitzender des Beratungsausschusses für Orthopädieschuhtechnik.

Mit großer Sorge beobachte ich die Entwicklungen im Fach mit einer zunehmenden Zersplitterung in Einzelgruppierungen. Aus meiner Sicht ist dies ein fataler Weg, weil das Handwerk Orthopädieschuhtechnik sich damit immens selbst schwächt. Nur ein gemeinsames Auftreten, eine Gruppe mit starkem Zusammenhalt, kann sich auch gegenüber Kostenträgern und der Politik artikulieren und wird wahrgenommen.

Beim Auftreten von Einzelgruppierungen besteht die große Gefahr, dass diese einerseits nicht genügend wahrgenommen werden, andererseits sich die Kostenträger beispielsweise die jeweils günstigste Variante von Verträgen mit Einzelgruppierungen aussuchen.

Ich rufe daher alle Gremienvertreter und Verantwortlichen in der Orthopädieschuhtechnik dazu auf, hier persönliche Eitelkeiten oder Befindlichkeiten zurückzustellen und die Einheit des Faches wiederherzustellen im Sinne der deutschen Orthopädieschuhtechnik. Die Orthopädieschuhtechnik braucht neben den Landesinnungen die Vertretung durch einen von allen getragenen Dachverband.

Bernhard Greitemann, Bad Rothenfelde