16. Januar 2019

Gefährdungsbeurteilung: Hilfestellungen für Arbeitgeber

Foto: Zerbor/AdobeStock

Anzeige

In Zeiten des Arbeitskräftemangels ist es besonders wichtig dafür Sorge zu tragen, dass Arbeitssicherheit in Betrieben gelebt, Leben und Gesundheit der Mitarbeiter geschützt und Schadensfälle verhindert werden. Die aktuelle Ausgabe von etem 6.2018 – Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung der BG ETEM klärt über betrieblichen Nutzen und rechtliche Pflichten auf und gibt Hilfestellungen für Arbeitgeber.

Die sogenannte Gefährdungsbeurteilung stellt die grundlegende Basis in der betrieblichen Prävention dar. Prävention erhält nicht nur die Gesundheit, sondern spart auch Geld: 400 Euro kostet Unternehmen nach Schätzungen ein Ausfalltag im Durchschnitt. 

Viele Unternehmen werden von Sicherheitsfachkräften und Betriebsärzten betreut. Besonderes Augenmerk legen sie auf eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung. Kleinbetriebe mit weniger als 51 Beschäftigten, die nicht über diese Beratungskompetenz verfügen, können sich im Rahmen eines alternativen Betreuungsmodells, des sogenannten Unternehmermodells, selbst Kenntnisse über betrieblichen Arbeitsschutz aneignen und darüber, wie eine Gefährdungsbeurteilung zu erarbeiten ist. Dazu bieten verschiedene Ausbildungsträger Grund- und Aufbauseminare an, die beispielsweise von Berufsgenossenschaften wie der BG ETEM fachlich betreut und finanziert werden. An den Seminaren müssen die „Chefs“ persönlich teilnehmen, da sie die Verantwortung für alle Tätigkeiten im Betrieb tragen. Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist es, dass der Betrieb sein System der Arbeitssicherheit selbst analysiert, die Gefährdungen für Leben und Gesundheit der Beschäftigten erkennt und entsprechend des Risikos praxisgerechte Maßnahmen zur Verhinderung von Schadensfällen erarbeitet.

Regelmäßig aktualisieren
Eine einmal sorgfältig erarbeitete Gefährdungsbeurteilung sollte nicht in der Schublade verschwinden, sondern in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Insbesondere bei Neu- und Umbau von Betriebsanlagen, der Umrüstung von Maschinen, der Einführung gesundheitsgefährdender Arbeitsstoffe, nach Arbeitsunfällen oder Beinahe-Unfällen und der Änderung von Vorschriften.

Doch wie erstellt man nun eine Dokumentation mit dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, den festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und dem Ergebnis ihrer Überprüfung? Zur Unterstützung hat die BG ETEM zahlreiche allgemeine sowie branchenspezifische Arbeitshilfen, wie eine Broschüre „Gefährdungsbeurteilung“, erstellt, mit denen alle erarbeiteten Daten elektronisch oder schriftlich festgehalten werden können. Sämtliche Instrumente stehen den Mitgliedsbetrieben der BG ETEM kostenlos zum Download zur Verfügung. Auch ein Software-Programm „Praxisgerechte Lösungen“ wurde speziell für Klein- und Mittelbetriebe entwickelt, das mit einer umfangreichen Materialsammlung und Vorlagen bei der Erstellung hilft.

Tipp: Wer Digitales bevorzugt, kann sich im interAKTIV-Lernmodul zur Gefährdungsbeurteilung unter www.bgetem.de und der Eingabe des Webcodes 17795004 zusammenfassend anschauen, warum eine Gefährdungsbeurteilung verpflichtend für alle Betriebe ist und worauf im Einzelnen zu achten ist.

Der Artikel „Königsweg zur Sicherheit“ ist nachzulesen im Magazin etem Ausgabe 6.2018 unter http://etem.bgetem.de/6.2018.