12. März 2019

Krankenkassen erzielen Überschuss von zwei Milliarden Euro


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Die gesetzlichen Krankenkassen haben mit einem Einnahmeüberschuss von 2 Mrd. Euro im Jahr 2018 im dritten Jahr in Folge ein positives Finanzergebnis erzielt. Einnahmen in Höhe von rund  241,4 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 239,4 Milliarden Euro gegenüber.


Die Betriebsmittel und Rücklagen der Krankenkassen haben damit Ende Dezember einen Wert von rund 21 Milliarden Euro erreicht. Im Durchschnitt entspricht dies etwa 1,1 Monatsausgaben und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. Einnahmen in Höhe von rund  241,4 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 239,4 Milliarden Euro gegenüber. Damit sind die Einnahmen der Krankenkassen um 3,3 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von rund 0,8 Prozent einen Zuwachs von 3,9 Prozent.

Finanzentwicklung nach Krankenkassenarten
Laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) verbuchten im vergangenen Jahr alle Krankenkassenarten deutliche Überschüsse. Die  Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) verzeichneten einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro, die Ersatzkassen von 561 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen (BKKen) von 198 Millionen Euro, die Innungskrankenkassen (IKKen) von 77 Millionen Euro und die Knappschaft-Bahn-See von 90 Millionen Euro. Lediglich die Landwirtschaftliche Krankenversicherung, die nicht am Risikostrukturausgleich teilnimmt, erzielte ein geringes Defizit von 8 Millionen Euro.

Moderate Ausgabenzuwächse
Bei den Krankenkassen gab es im vergangenen Jahr einen Ausgabenzuwachs von 3,9 Prozent bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von 0,8 Prozent. Die Ausgabenentwicklung 2018 habe sich damit laut BMG weitestgehend im Rahmen der Erwartungen des Schätzerkreises bewegt, der im Oktober für das Gesamtjahr 2018  von einem ähnlichen Anstieg ausgegangen war.

Entwicklung der Ausgabenbereiche Heil- und Hilfsmittel
Deutlich überproportional sind die Ausgaben für Heilmittel mit 11,5 Prozent gestiegen. Bei Heilmitteln machten sich dem BMG zufolge vor allem die schrittweise erfolgten Honorarerhöhungen auf Grund des Heil-und Hilfsmittelversorgungsgesetzes bemerkbar, die zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Heilmittelerbringer beitragen. Der Zuwachs bei Hilfsmitteln betrug 4,7 Prozent.

Weitere Perspektive
Die endgültigen Finanzergebnisse des Jahres 2018 liegen Mitte Juni vor. Nach den aktuellen Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der Prognose des Schätzerkreises spreche alles dafür, dass die GKV im Gesamtjahr 2019 wieder schwarze Zahlen schreiben wird, so das BMG.