30. April 2019

Ausbildung: InfoTour kommt in Schulen und Jugendhäuser der Region

Foto: Gerhard Seybert/AdobeStock

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Über die berufliche Ausbildung im Handwerk informiert die Handwerkskammer in den nächsten Wochen an Schulen und in Jugendhäusern in Gemeinden und Städten in der Region Stuttgart. Bei der InfoTour sollen Jugendliche mehr über die Berufsvielfalt und die vielfältigen Karriereperspektiven erfahren. Die „Botschafter“ des Handwerks steuern dabei über 20 Schulklassen in Haupt-und Werkreal- sowie Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien an. Auch Jugendhäuser stehen auf dem Programm.

„Mit der Tour möchten wir die Schüler dazu bewegen, dass sie frühzeitig über eine geeignete Ausbildung nachdenken. Sie sollen dabei auch Berufe in Betracht ziehen, die nicht auf der Top-10-Liste stehen“, erläutert Ausbildungsexpertin Adele Barnau das Engagement der Stuttgarter Handwerkskammer. Bis zu den Sommerferien besucht die „Handwerksbotschafterin“ die Schulklassen. Dabei erfahren die Jugendlichen im Unterricht, welche spannenden Aufgabenbereiche sich hinter den 130 Berufsbezeichnungen verbergen, wie die Karriereleiter im Handwerk aussieht und wo und wie freie Ausbildungsplätze zu finden sind.

Da Jugendhäuser ein zentraler Anlaufpunkt für Jugendliche sind, wird die Handwerkskammer hier verstärkt Präsenz zeigen. In Kooperation mit dem Jugendhaus Vaihingen und den drei angrenzenden Schulen wird Patrick Wolf vom Team Ausbildungsbetreuung – Berufsorientierung den Schülern in zahlreichen Workshops das Handwerk praktisch nahebringen. „Es ist wichtig, auf die jungen Talente zuzugehen, sie da abzuholen, wo sie sich wohlfühlen und sie für die guten Karrieremöglichkeiten im Handwerk zu begeistern“, so Wolf. Projektstart ist im Sommer dieses Jahres.

Auch online bietet die Handwerkskammer spannende Einblicke in die Welt des Handwerks: Schüler können auf den Internetseiten www.azubiTV.de und www.handwerk.de Auszubildenden per Videoclip über die Schulter schauen und so ihren Berufsalltag miterleben. Auf www.azubiTV.de werden zudem nicht nur die freien Ausbildungsstellen in der Region Stuttgart genannt, sondern auch Praktikumsstellen.

„Viele Berufe werden gar nicht mehr als Teil des Handwerks wahrgenommen. Die Bevölkerung verbindet mit dem Begriff des Handwerks nur gängige Berufsbilder wie Schreiner oder Maurer“, betont Barnau die Notwendigkeit der Maßnahmen. Eine FORSA-Studie bestätigt die Aussage. Vielen sei einfach nicht bekannt, dass es im Handwerk über 130 Ausbildungsberufe gibt. „Zu regelmäßigen Aha-Erlebnissen kommt es dann immer wieder, wenn die breite Palette an Berufen vorgestellt wird.