22. Mai 2019

Parlamentarischer Abend unterstreicht Bedeutung der Gesundheitshandwerke

(v.l.) Maria Klein-Schmeink (MdB), Stephan Jehring (ZVOS) Klaus-Jürgen Lotz (BIV-OT) Thomas Truckenbrod (ZVA), Hans Peter Wollseifer (ZDH), Christine Aschenberg-Dugnus (MdB), Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart, Eberhard Schmidt (biha), Dominik Kruchen (VDZI), Nicole Westig (MdB), Erwin Rüddel (MdB). (Foto: ZDH/Boris Trenkel)

Am 8. Mai fand im „Haus des Deutschen Handwerks“ der Parlamentarische Abend 2019 der  Gesundheitshandwerke statt. Das prominente  Spitzentreffen diente wieder dem Austausch wichtiger Entscheidungsträger aus Politik und Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. In diesem Jahr war der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, MdB, Ehrengast der Veranstaltung. ZVOS-Präsident Stephan Jehring und Vorstandsmitglied Thomas Ehrle vertraten die Interessen die Orthopädieschuhtechnik. 

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer unterstrich, dass das deutsche Gesundheitssystem auch deshalb Weltspitze sei, weil die Gesundheitshandwerke der Versichertengemeinschaft einen hervorragenden Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Hilfsmittelversorgung und Zahnersatz böten. Wollseifer verdeutlichte das Potenzial dieser fünf Berufe, bestehend aus  Augenoptik, Hörakustik, Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik und Zahntechnik, mit ihren zirka 30.000 Betrieben und knapp 200.000 Beschäftigten.

Die Bundesregierung hat mit den letzten Gesundheitsreformen deutlich gezeigt, dass die Existenz und Leistungsfähigkeit der klein- und mittelständischen Meisterbetriebe der Gesundheitshandwerke durch gute und faire Rahmenbedingungen gefördert und verteidigt werden müssen. Zentrale Probleme, die man gemeinsam mit den Gesundheitspolitikern weiter lösen muss, haben die Gesundheitshandwerke in einem gemeinsamen Positionspapier vorgestellt. Ihre Betriebe leiden insbesondere unter der Bürokratielast des Präqualifizierungsverfahrens und der extensiven Auslegung der Anforderungen aus der Medizinprodukteverordnung. Hier  muss  die  Bundesregierung  dringend  Abhilfe  leisten, so die Gesundheitshandwerke. 

Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart lobte das Verhältnis zwischen den Gesundheitshandwerken und der Versichertengemeinschaft: „Die Gesundheitshandwerke genießen hohes Vertrauen. Dies ist auch auf die Meisterpflicht in gefahrengeneigten Berufen zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um eine historisch gewachsene Instanz im Sinne des Patientenschutzes und der Qualitätssicherung“, so  Dr. Gebhart. Hinsichtlich des Umgangs mit bürokratischen Vorgaben, darunter  die Vorschriften der EU-Medizinprodukteverordnung, sicherte Dr. Gebhart weitergehenden Austausch zu:  „Für das verbleibende Jahr in der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung wollen wir gemeinsam bestehende Spielräume nutzen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden.“ 

Dem inhaltlichen Teil des Abends folgten angeregte Gespräche zum politischen Tagesgeschäft wie auch zu den langfristigen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Dabei standen die Versorgung mit Hilfsmitteln und Zahnersatz, die Gesundheitshandwerke und das Medizinprodukterecht im Mittelpunkt.

Zum Positionspapier der Gesundheitshandwerke