05. Juni 2019

Bei Betriebsinhabern für Durchblick gesorgt

Geschäftsführer Karlheinz Gaschler, Vorstandsmitglied Holger Schneider, Diplom-Finanzwirt Gerhard Regnery, Obermeister Karl-Heinz Weber, Reinhard Wanzek und Professor Dr. Peter Hampe (VQZ Bonn), Vorstandsmitglied Paul Schüller, Stellv. Obermeister David Hassler, Lehrlingswart Stefan Egelhof (v.l.). (Fotos: Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz)

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Ob neues „Kassengesetz“ oder verschärfte Kriterien für die Präqualifizierung: Die Bürokratisierung macht vielen Handwerksbetrieben zunehmend zu schaffen. Bei der Jahreshauptversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz sorgten die Referenten für mehr Durchblick bei diesen Themen.

Geladen hatte die Innung mit der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein ins Servicehaus Handwerk in Koblenz. Hier informierte Diplom-Finanzwirt Gerhard Regnery das Team um Obermeister Karl-Heinz Weber zum Thema „Alarm an der Kasse – Kontrolle der Finanzverwaltung in den Betrieben.“ Hintergrund ist das neue Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen, kurz „Kassengesetz“ genannt. Seit Januar 2018 gilt die Kassen-Nachschau mit zahlreichen Vorschriften und Dokumentationsforderungen, die ursprünglich für die Prüfung von bargeldintensiven Branchen wie beispielsweise der Gastronomie gedacht gewesen sei. Gerhard Regnery hatte viele hilfreiche Infos für alle Betriebsinhaber im Gepäck, die sich angesichts einer Vielzahl gängiger Kassensysteme verschiedenster Hersteller die Frage nach der korrekten Kassenführung stellen. Reinhard Wanzek von der VQZ Bonn und Professor Dr. Peter Hampe, Leiter der Zertifizierungsstelle, nahmen sich der Themen „Präqualifizierung“ inklusive neuer turnusmäßiger Betriebsbegehungen und der EU-Medizinprodukteverordnung an.

Ihr 50stes Jubiläum kann die Innung im November feiern und damit ein halbes Jahrhundert mit vielen Highlights, kündigte Karl-Heinz Weber an. Eines davon: Junge Handwerker und Handwerkerinnen mit besonderer Begabung, zum Beispiel Sarah Heckmann. Mit ihrem außergewöhnlichen Gesellenstück, einer schicken schwarz-roten Stiefelette mit Rosenmuster, landete die Orthopädieschuhmacherin aus Lahnstein auf dem ersten Platz beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Landesebene und auf dem zweiten Platz auf Bundesebene. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde die Berufsanfängerin jetzt mit dem Förderpreis für begabte Junghandwerker von der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz geehrt.

Lehrlingswart Stefan Egelhof (links) und Obermeister Karl-Heinz Weber (Mitte) überreichen den Förderpreis für begabte Junghandwerker der Innung an Sarah Heckmann.
Infos zu den Finanzen gab es anschließend von Karlheinz Gaschler. Die Prüfung der Jahresrechnung 2018 der Innung habe keine Beanstandungen ergeben, es wurde einstimmig die Entlastung erteilt. Im Weiteren ging Gaschler auf die Verhandlungen rund um den Maßschuh mit den Krankenkassen ein.