18. Juni 2019

DGIHV und VTO entwickeln Forschungsdatenbank für die Technische Orthopädie

Foto: fotolia/massimo_g

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Die Forderungen nach Wirkungsnachweisen begleitet auch die Technische Orthopädie schon seit  Jahren. Obwohl in diesem Bereich viel geforscht wird, gelingt der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis noch zu selten. Abhilfe wollen die DGIHV und die VTO mit einer Datenbank schaffen, in der alle Forschungen zur Technischen Orthopädie und ihrer Randdisziplinen verzeichnet sind.

Der Bereich „Forschung in der Technischen Orthopädie“ ist nur schwer überschaubar. Es herrscht extreme Vielfalt der beteiligten Disziplinen, eine Übersicht fehlt. Viele wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten sehr erfolgreich, aber auch isoliert und oft ohne aktuellen Überblick über ähnliche Vorhaben an anderen Einrichtungen. Darunter leidet auch der Wissenstransfer in Richtung Industrie und Handwerk.
Grund genug für die Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) und die Deutsche Gesellschaft für Interprofessionelle Hilfsmittelversorgung (DGIHV) nun gemeinsam Überblick zu schaffen. „Es ist lange an der Zeit, dass wir im Fach einen Überblick über die zahlreichen Forschungsprojekte bekommen, um einerseits die Breite der Aktivitäten aufzuzeigen und andererseits die aktiven Gruppen miteinander zu vernetzen“, begründet Professor Dr. Bernhard Greitemann, Vorsitzender der Vereinigung Technische Orthopädie, die Initiative.

Sichtbarkeit erhöhen
In Kooperation wollen sie eine öffentliche Datenbank schaffen, mit dem Ziel der „Forschungsdokumentation im Gesamtbereich Technische Orthopädie (TO)“ einschließlich aller Randgebiete. Mit der Dokumentation sollen Forschungsprojekte und -gruppen besser zu finden und Schwerpunkte beziehungsweise Forschungslücken besser erkennbar sein. Die Dokumentation wendet sich an Wissenschaft, Fachbetriebe und -organisationen, Gesundheitspolitik, Industrie und Medien. Weiter dient sie den Forschungsgruppen selbst, nicht zuletzt zur Akquise neuer Projekte. Ebenso soll sie den Einrichtungen die Chance bieten, eigenen Arbeiten mehr Sichtbarkeit in der allgemeinen Öffentlichkeit zu verschaffen.
Die Datenbank ist als eine offene, bilinguale (dt./engl.) Plattform geplant. Projekte in den Feldern Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik, konservativ-technische Orthopädie, Chirurgie, Rehabilitationswissenschaften, Ingenieurwesen, Sportwissenschaften, Materialforschung usw. können in eine Online-Datenbank eingetragen werden. Die Datenbank wird recherchefähig sein nach Projekttitel, Zusammenfassung, Stichworten und Projektträgern. Bis Herbst 2019, so die Planung, soll die Datenbank fertiggestellt sein.