03. Juli 2019

ANWR-Generalversammlung: Widerstandskraft für den Handel stärken

Foto: ANWR Group/Lux-Fotografen

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Die ANWR Group feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen und kehrte für die Jubiläums-Generalversammlung an den Gründungsort zurück – nach Hamburg. Resilienz für den Handel aufzubauen, ist für den ANWR-Vorstandsvorsitzenden Günter Althaus eine der Kernaufgaben für die Genossenschaft.

Über 400 Teilnehmer zählte die Generalversammlung – darunter gut 250 Mitglieder. Für den Vorstandsvorsitzenden der Handelskooperation, Günter Althaus, liegen vor dem Schuh- und Sportfachhandel – den Kernbereichen der ANWR Group – herausfordernde Zeiten. Der Strukturwandel im Handel lege weiter massiv an Tempo zu. Themen wie Digitalisierung, Spezialisierung oder auch die Nachfolgeplanung für die Handelsunternehmen seien deshalb zu bearbeiten. „Vor uns liegt für die nächsten drei bis fünf Jahre ein harter Ausleseprozess.“ Deshalb sei die wesentliche Frage sowohl für die Genossenschaft als auch für die Mitglieder, mit welcher Strategie diese Zeit mit Erfolg gemeistert werden könne. „Beobachten, bewerten, entgegenwirken“ – so lauten für Althaus die gemeinsamen Kernaufgaben der nächsten Jahre. Mit der individuellen Bestandsaufnahme jedes Handelsunternehmens gehe dies einher und bedeute, für mehr Widerstandskraft zu sorgen und eine Strategie zu entwickeln. „Resilienz für den Handel“ ist für Günter Althaus die wichtige Leitlinie.


Vorstand Fritz Terbuyken ging näher auf den Geschäftsbereich Schuhe ein: Dazu gehören in Europa knapp 7.000 Verkaufsstellen. Die Rückvergütung über alle Verbände habe sich im Jahr 2018 auf 37,5 Millionen Euro belaufen und sei ein wichtiger Beitrag der Gruppe für das Jahresergebnis der Anschlusshäuser. Mit der Plattform schuhe.de und vergleichbaren Angeboten in Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Schweden habe die ANWR Group den wichtigen Brückenschlag zwischen der Offline- und der Online-Welt geschlagen. Ein Herzstück sei dabei das Steuerungsinstrument „Qualibet“, das sich, so Terbuyken, „immer mehr zum Marktstandard für den Schuhfachhandel entwickelt.“ Händler, die den Multi-Channel-Strategie richtig umsetzen, liegen nach Aussagen Terbuykens mit ihren Umsätzen deutlich über dem Markt. Besser als der Durchschnitt liegen auch solche Händler, die mit einem klaren Profil am Markt und gegenüber dem Kunden auftreten. Eine Formatanaylse der ANWR habe gezeigt, dass heute Spezialisten gefragt sind, „die ihre Zielgruppe durch ein einzigartiges Einkaufserlebnis und spezielle Beratung echte Mehrwerte bieten.“ Die Spezialisten punkten durch deutlich bessere Kennzahlen.

Blick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr
„Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen“, sagte Finanzvorstand Frank Schuffelen bei seinem Blick auf das Geschäftsjahr 2018, „schaut die ANWR-Gruppe auf eines der erfolgreichsten Jahre zurück.“ Das Abrechnungsvolumen habe mit 9,5 Milliarden Euro um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, die daraus resultierenden Umsatzerlöse stiegen um 8 Prozent auf 564 Millionen Euro – 37 Prozent davon sind Erträge aus der Zentralregulierung, 34 Prozent aus Großhandelsaktivitäten, 18 Prozent aus dem Einzelhandel und 11 Prozent aus dem E-Commerce und der Vermietung von Gebäuden. Unter dem Strich stehe ein Ergebnis vor Steuern von 14,1 Millionen Euro, knapp 50 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Der erzielte Jahresüberschuss von 4,8 Millionen Euro bedeute ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 27 Prozent.