31. Juli 2019

Kongressprogramm der 5. ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK: Fit für die Zukunft


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Digitalisierung in der Orthopädieschuhtechnik, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Ursachenforschung, Maßschuhversorgungen, Konzepte für praxisgerechte Wirkungsnachweise und Beiträge  zur Biomechanik und zu neuen Technologien: Die Kongressbesucher erwartet ein spannendes und breit gefächertes Programm auf der 5. ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK am 18. und 19. Oktober 2019 in Köln.

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ Diese Erkenntnis von John F. Kennedy kann man nur unterstreichen. Die Orthopädieschuhtechnik verdankt ihr hohes Niveau vor allem der Weiterbildungsbereitschaft aller, die in diesem Beruf arbeiten. Nur mit dem nötigen Hintergrundwissen kann man die Probleme der Patienten erkennen und individuelle Lösungen entwickeln.

Interdisziplinär versorgen
Auch in diesem Jahr gibt es die Gelegenheit von den Erfahrungen der Kollegen aber auch von dem großen Wissen jener Ärzte zu profitieren, die sich schon seit Jahren auch mit den Möglichkeiten der Orthopädieschuhtechnik auseinandersetzen. Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) und die Gesellschaft für Fußchirurgie (GFFC) in diesem Jahr wieder gemeinsam mit uns Sitzungen gestalten.

In der Kooperation mit der GFFC wird die Behandlung des Hohlfußes im Mittelpunkt stehen, während es bei der Sitzung mit der D.A.F. um die Frage geht, wie man eigentlich Fehlstellungen der Kleinzehen richtig bezeichnet und wie man sie therapiert. In beiden Sitzungen werden nicht nur biomechanische und chirurgische Fragen behandelt. Selbstverständlich werden Fragen der konservativen Therapie und Einlagen- und Schuhversorgung ausführlich vorgestellt und diskutiert.

Aus der Praxis für die Praxis
Seit der ersten Veranstaltung 2011 wird der Kongress mit Vorträgen zur Maßschuhversorgung eröffnet. Das wird auch dieses Jahr wieder so sein. Zur Einstimmung in den Kongress werden am Freitag den 18. Oktober, Orthopädieschuhmacher und Orthopädieschuhmacherinnen außergewöhnliche Versorgungen vorstellen.

Digitalisierung: Chancen nutzen
Digitale Prozesse verändern auch die Orthopädieschuhtechnik, in der Produktion, Betriebsführung und der Kommunikation mit den Kunden. Das kann man als Bedrohung sehen, oder als Chance, wie unser Keynote-Redner Christoph Krause. Der Digitalisierungsexperte der Handwerkskammer Koblenz wird zeigen, dass sich Chancen dann auftun, wenn man bereit ist, das eigene Handwerk neu zu denken. Abgerundet wird sein Vortrag durch praktische Beispiele zur Digitalisierung in der Orthopädieschuhtechnik.

Ursachenforschung
Der Ort, an dem die Schmerzen sind, ist nicht immer identisch mit dem Ort, an dem die Ursachen der Schmerzen liegen. Die Kunst der Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädieschuhmacher besteht darin, die Ursache der Schmerzen zu finden, denn dies ist der Schlüssel zur richtigen Therapie. Aus Sicht der Biomechanik, der Spiraldynamik und der Triggerpunkttherapie wird anschaulich demonstriert, aus welchen Perspektiven man den Ursachen von Schmerzen auf die Spur kommen kann und welche Folgen sich daraus für die Therapie ergeben.

Wirkungsnachweise ja, aber bitte praxisgerecht
Spätestens mit der Weigerung des GKV-Spitzenverbandes, sensomotorische Einlagen wegen fehlender Wirkungsnachweise ins Hilfsmittelverzeichnis aufzunehmen, ist das Thema Evidenz auch in der Orthopädieschuhtechnik angekommen. In Kooperation mit der Studiengemeinschaft für Orthopädieschuhtechnik werden wir in zwei Themenblöcken Konzepte vorstellen und diskutieren, wie ein Wirkungsnachweis für Hilfsmittel sinnvoll erbracht werden kann und welche Mittel Orthopädieschuhmachern zur Verfügung stehen, um die Wirksamkeit ihrer Versorgung in der Praxis zu überprüfen.

Die Forderung des GKV-Spitzenverbandes nach wissenschaftlicher Evidenz betrifft alle Hilfsmittel. Bislang ist für die Leistungserbringer und Hersteller von Hilfsmitteln nicht klar nachvollziehbar, welche Art von wissenschaftlichen Nachweisen anerkannt werden könnte. Diese Frage wird im Mittelpunkt einer Sitzung stehen, zu der wir Gäste aus der Wissenschaft, dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und dem GKV-Spitzenverband begrüßen dürfen. Nachdem das Thema aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurde, werden wir in einer Podiumsdiskussion erörtern, wie man zu gemeinsamen und verbindlichen Kriterien für Wirkungsnachweise kommt, die auch für die Aufnahme ins Hilfsmittelverzeichnis ausreichen.
Wie kann ich überprüfen, ob meine Versorgung dem Patienten tatsächlich hilft? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Sitzung zur Evidenz in der praktischen Versorgung stehen. Analysetechniken können hier helfen, aber nur, wenn schon vor der Versorgung das Versorgungsziel formuliert wurde und man die Kriterien definiert, woran man den Erfolg bemisst. Wie man einen Versorgungsplan aufstellt, wird dabei sowohl theoretisch als auch an Beispielen vermittelt.

Biomechanik und neue Technologien
Handwerker und Wissenschaftler haben auch in diesem Jahr Vortragsthemen eingereicht. In zwei Vortragsblöcken werden neue Erkenntnisse aus der Biomechanik vorgestellt, unter anderem zur Wirkung von Einlagen, Laufschuhen und Sicherheitsschuhen. Im zweiten Vortragsblock stehen die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Diabetesversorgung und neue Technologien im Vordergrund, zum Beispiel, wie man mit einem 2D-Scanner dreidimensionale Daten gewinnen kann.

Alle Informationen zum Kongressprogramm finden Sie hier