07. August 2019

Handwerk begrüßt Erhöhung der Berufsausbildungsbeihilfe

Holger Schwannecke (Foto: Stegner/ZDH)

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Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 ist die Berufsausbildungsbeihilfe für Auszubildende und der Zuschuss zur Vergütung während einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung gestiegen. „Das Handwerk begrüßt ausdrücklich die Erhöhung der Berufsausbildungsbeihilfe. Das ist eine wichtige Stufe auf dem Weg hin zu einer gleichwertigen Förderung von Bildungssystemen“, erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

„Die Erhöhung ist ein Beitrag dazu, wirtschaftliche Härten abzumildern und durch den deutlichen Anstieg der Pauschalen für Unterkunft und Verpflegung eine Ausbildung fern des Heimatorts zu unterstützen. Das könnte für manchen Jugendlichen besonders in strukturschwachen ländlichen Räumen einen weiteren Anreiz schaffen, sich doch für eine berufliche Ausbildung zu entscheiden. Positiv ist zudem, dass die Antragstellung erleichtert wird, indem die Pauschalen vereinheitlicht und die Freibeträge erhöht werden. Es ist zu erwarten, dass sich durch diese Vereinfachung die Bearbeitungszeiten verkürzen und Auszubildende gerade zum Ausbildungsbeginn finanziell entlastet werden.“

Auch das Ausbildungsgeld für Azubis mit Behinderung ist ab August erhöht worden. Es wird künftig an die Bedarfssatzstruktur der Berufsausbildungsbeihilfe angeglichen. „Das ist ein positives Signal für die in den Betrieben gelebte Inklusion“, so Schwannecke.

Darüber hinaus ist der Zuschuss zur Vergütung während einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) auf 243 Euro erhöht worden. „Förderbedürftigen jungen Menschen wird durch die EQ der Weg in eine geregelte Ausbildung erleichtert, indem sie im betrieblichen Umfeld ihre Potenziale aufzeigen können. Die EQ hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Integration von geflüchteten jungen Menschen bewährt“, berichtet der ZDH-Generalsekretär.