26. August 2019

Raucher sind häufiger an Diabetes erkrankt

Foto: nikkytok/AdobeStock

DGP – Ergebnisse einer koreanischen Studie weisen darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Diabetes gibt. Derzeitige Raucher, ehemalige Raucher und Menschen mit hohen Mengen an Cotinin im Urin, die laut Selbstangabe nicht rauchten, waren häufiger an Diabetes erkrankt.

Forscher aus Seoul in Korea wollten mit ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Rauchen und Diabetes herausfinden. Für ihre Analyse befragten sie Personen, ob sie rauchten und bestimmten zusätzlich die Konzentration von Cotinin im Urin. Der Mensch verstoffwechselt Nikotin zu Cotinin – der Cotinin-Gehalt im Urin gibt deshalb eine Auskunft darüber, ob eine Person raucht oder nicht.

In die Analyse wurden 145.040 Personen aus Korea eingeschlossen. Ab einer Cotinin-Konzentration im Urin von ≥ 50 ng/ml klassifizierten die Wissenschaftler die Personen als anhand von Cotinin-Messungen bestätigte Raucher.

Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass Raucher häufiger als Nicht-Raucher an Typ-2-Diabetes litten. Dies galt sowohl dann, wenn man die Selbstangaben der Personen zu ihrem Rauchverhalten verglich, als auch wenn sich die Analyse auf die Cotinin-Konzentrationen im Urin stützte. Auch ehemalige Raucher litten eher an Diabetes als Nicht-Raucher. Zudem zeigte die Analyse, dass ein gewisser Anteil der Personen Cotinin-Konzentrationen von 50 ng/ml oder mehr im Urin aufwies, ohne laut Selbstangabe je geraucht zu haben. Diese hohen Konzentrationen könnten zum Beispiel durch Passivrauchen bedingt werden. Auch diese Personen waren eher von Diabetes betroffen.

Original Titel:
Association between cigarette smoking and diabetes mellitus using two different smoking stratifications in 145 040 Korean individuals: Self-reported questionnaire and urine cotinine concentrations

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de