11. November 2019

Ernst Greten für Restaurierung des Fagus-Werks ausgezeichnet

Werner von Bergen (rechts) überreichte Ernst Greten (links) die Preisurkunde zum Karl-Friedrich-Schinkel-Ring. In der Mitte: Dr. Gunnar Schellenberger. (Foto: Fagus-GreCon Greten GmbH)

Das Nationalkomitee für Denkmalschutz zeichnete Ernst Greten, Seniorchef der Fagus-GreCon Greten GmbH & Co.KG, mit dem Karl-Friedrich-Schinkel-Ring aus. Ernst Greten erhält diese Auszeichnung für sein „außergewöhnliches Engagement bei der denkmalgerechten Restaurierung und Instandsetzung des Fagus-Werks in Alfeld“, so das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) in seiner Begründung.

Das Fagus-Werk wurde 1911 von seinem Urgroßvater Carl Benscheidt gegründet. Durch den Entwurf des damals noch unbekannten Architekten und späteren Gründers des Bauhauses ging das Fagus-Werk in die Architekturgeschichte ein. Es gilt heute als Ursprungsbau der modernen Industriearchitektur und ist seit 2011 UNESCO-Welterbe. Als Kulturbetrieb im Industriebetrieb begrüßt das Fagus-Werk jährlich mehr als 25.000 Besucher.

Mit der Auszeichnung unterstreicht das Präsidium Gretens Rolle als Gesellschafter des Unternehmens, dessen Handlungen „nicht vorrangig seinem wirtschaftlichen Vorteil dienend, sondern vielmehr von denkmalpflegerischen Erwägungen geleitet“ worden seien. Dieser Prozess begann mit der in den achtziger Jahren getroffenen Entscheidung der Brüder Ernst und Gerd Greten, das in die Jahre gekommene Bauwerk, in dem seit 1911 bis heute Schuhleisten für die industrielle Schuhproduktion gefertigt werden, nicht zu veräußern, sondern einer grundlegenden Restaurierung zu unterziehen. Sie brachten ihre damaligen Unternehmen GreCon-Anlagenbau und GreCon-Elektronik ein und legten damit auch den Grundstein für das heutige Unternehmen Fagus-GreCon. Die Unternehmerfamilie Greten stelle sich mit ihrer Entscheidung der Verantwortung, Tradition und Moderne, Kultur und Geschäft miteinander zu einer neuen Qualität zum Nutzen der Belegschaft und der Besucher des Gebäudes zu verbinden. Dieses Ziel sei erreicht worden. So steigen nicht nur die jährlichen Besucherzahlen des Fagus-Werkes; auch die Geschäftsbereiche des Unternehmens „Brandschutz“, „Messtechnik“, „Inspektionssysteme“ sowie „Schuhleisten und Formen“ liefern anspruchsvolle Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen in verschiedenen Industrien.

Auch anlässlich der aktuellen Auszeichnung unterstrich Ernst Greten die hohe Bedeutung der Mitarbeiter sowie der politischen Institutionen und zahlreicher Verbände, die alle durch ihre konstruktive und engagierte Zusammenarbeit diese Erfolgsgeschichte möglich gemacht hätten. Für die Zukunft wünscht sich Ernst Greten, dass das Fagus-Werk „auch weiterhin ein lebendes Denkmal bleibt und die Öffentlichkeit immer Zutritt zu ihm hat.“