05. Dezember 2019

Antragsfrist für Gesundheitsförderung in Kommunen verlängert

Tatjana Balzer/AdobeStock

Das GKV-Bündnis für Gesundheit hat die Frist, in der Kommunen Förderanträge für den Auf- und Ausbau gesundheitsförderlicher Strukturen stellen können, um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2020 verlängert. Bis zum neuen Stichtag im Sommer nächsten Jahres können die antragsberechtigten Kommunen, die bisher noch keine oder nur wenige Steuerungselemente, wie zum Beispiel Gesundheitskonferenzen oder Runde Tische für Gesundheit, haben, eine finanzielle Förderung von bis zu 250.000 Euro für maximal fünf Jahre beantragen.

Mit dem Förderangebot für sozioökonomisch benachteiligte Kommunen unterstützt die gesetzliche Krankenversicherung mit insgesamt etwa 40 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren den bundesweiten Aufbau kommunaler Strukturen, um Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention für Bürgerinnen und Bürger zu etablieren. Die Förderung deckt auch Personalressourcen für die Koordination von Maßnahmen und die Vernetzung der Akteure vor Ort ab. Antragsberechtigt sind in etwa die Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland; der Auswahl liegt der German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD), ein wissenschaftlicher Index des Robert Koch-Instituts (RKI), zu Grunde. Sonderregelung gibt es für die Stadtstaaten, in denen ausgewählte Bezirke gefördert werden. 

„Alle sozioökonomisch schwachen Kommunen, die gesundheitsfördernde Strukturen bei sich aufbauen wollen, haben nun genügend Zeit, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Wir haben den Kommunen den Weg bereitet, jetzt ist es an ihnen, diesen auch tatsächlich zu beschreiten“, so Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Bis Jahresende wird mit rund 25 Anträgen gerechnet.

Weitere Infos unter https://www.gkv-buendnis.de/foerderprogramm/kommunaler-strukturaufbau/.