20. März 2020

Eurocom: Hilfsmittelversorgung muss trotz Corona-Pandemie sichergestellt bleiben

Foto: Eurocom

Gebot der Stunde ist es, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Das konsequente und einheitliche Vorgehen der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer zur Beschränkung sozialer Kontakte scheint alternativlos. „Gerade in Zeiten wie diesen gilt es jedoch, die Versorgung mit Hilfsmitteln sicherzustellen, denn Patienten sind auf sie angewiesen, ob bei chronischen Erkrankungen, bei akut behandlungsbedürftigen Krankheitsbildern, ob nach Unfällen und Operationen“, erklärt Eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier.

„Eurocom begrüßt daher, dass Sanitätshäuser auf die Liste der Betriebe gesetzt worden sind, die ausdrücklich nicht geschlossen werden. Damit ist eine Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Versorgungsmöglichkeiten geschaffen worden. Weitere Maßnahmen auf Ebene des Gesetzgebers und der Sozialversicherung sind notwendig.“ Dazu zählen Verwaltungsvereinfachungen bei der Beantragung, Genehmigung und Versorgung der Patienten ebenso wie der entschiedene Einsatz der Bundesregierung gegenüber der EU-Kommission für ein Moratorium der Medical Device Regulation (MDR). Alternativ fordert Eurocom, den Aufsichts- und Prüfbehörden zur Einhaltung der MDR-Vorgaben einen ausreichenden Ermessensspielraum zu gewähren. „Denn die Corona-Pandemie hat unmittelbare Auswirkungen auf die Vorbereitung des Geltungsbeginns der MDR am 26. Mai 2020. Die eh schon eng gefassten Kapazitätsgrenzen von Behörden und Unternehmen stehen nun vor einer Zerreißprobe“, so Hagemeier.