23. März 2020

Corona-bedingter Ausfall von Berufsschulunterricht: Fortführung der Berufsausbildung

Foto: Ivelin Radkov/AdobeStock

Die in allen Bundesländern getroffenen Anordnungen zu vorübergehenden Schulschließungen aus Gründen des Infektionsschutzes bedeuten, dass auch Berufsschülerinnen und -schüler dem Unterricht an berufsbildenden Schulen fernbleiben müssen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat Empfehlungen abgegeben, wie Betriebe mit dieser Situation umgehen sollten.

Auszubildende in dualen Berufsausbildungsverhältnissen sind in dieser Situation grundsätzlich verpflichtet, zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen, da der Freistellungstatbestand aus § 15 Abs. 1 Nr. 1 BBiG aktuell nicht mehr gegeben ist, erklärt der ZDH. 

Sofern jedoch die jeweiligen Berufsschulen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen oder in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung stellen, empfiehlt der ZDH, dass die Betriebe den Auszubildenden zur Bearbeitung dieser Materialien ausreichend Zeit während der Ausbildung zur Verfügung stellen. Betriebe, die hierzu keine Informationen von den Berufsschulen ihrer Auszubildenden erhalten, sollten die Berufsschulen aktiv kontaktieren, um das weitere Prozedere, wie das Einräumen von Lernzeiten für Auszubildende, zu besprechen, so der ZDH.