03. April 2020

ZDH-Präsident Wollseifer sieht Lücken bei Soforthilfen des Bundes

Hans Peter Wollseifer (Foto: Boris Trenkel/ZDH)

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer fordert, dass in der derzeitigen Extremlage auch Handwerksbetriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern Soforthilfen des Bundes bekommen können.Bislang sind die Soforthilfen des Bundes nur für kleinere Betriebe vorgesehen.

"Damit fallen weite Teile des Mittelstandes durch das Raster von direkten Zuschüssen. Doch auch diese Betriebe müssen weiter Löhne und Mieten zahlen und brauchen über Soforthilfen die dafür nötige Liquidität. Denn gerade auch diese Betriebe werden nach Corona-Krise dringend gebraucht, wenn es darum gehen wird, die Produktion rasch wieder hochzufahren", erklärte Wollseifer gegenüber der dpa..

Deshalb, so der ZDH-Präsident, müsse die aktuell vorgesehene Beschränkung der Zuschüsse des Bundes auf Betriebe mit maximal 10 Beschäftigen dringend noch einmal angepasst werden. "Das gesamte mittelständische Handwerk muss auch die Möglichkeit haben, diese Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. Das zeigen auch die zwischenzeitlich aufgelegten Programme einiger Bundesländer, die mittelständische Betriebe als zuschussfähig erachten. Es kann doch nicht sein, dass es letztlich davon abhängt, in welchem Bundesland der Betriebsstandort liegt, ob ein Handwerksunternehmen mit beispielsweise 20 Beschäftigten einen Zuschuss erhält oder nicht. Solche Unterstützungsmaßnahmen müssen auch für Unternehmen mit mindestens bis zu 50 Beschäftigten, was der EU-Definition kleiner Unternehmen entspricht, möglich sein. Ansonsten werden diese Betriebe und ihre Beschäftigten in akute Notlagen geraten!“

Quelle: ZDH