15. April 2020

SABU-Mitglieder unterstützen Vorschlag für neues Saison-Timing

Stephan Krug (Foto: SABU)

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Die SABU Schuh & Marketing GmbH hat über das Osterwochenende ihre Händler zu zwei Themen befragt: die Umsatzerwartungen der nächsten Monate im Handel sowie die Meinung der SABU-Händler zum Vorschlag über eine neue Saisontaktung. Die Umfrage, an der über 100 Händler teilnahmen, ergab, dass die Händler einen deutlichen Umsatzrückgang erwarten. Für die Verschiebung der Saison-Fristen, die SABU-Geschäftsführer Stephan Krug vorgeschlagen hatte, sprach sich die Mehrheit der Befragten aus.

Die befragten SABU-Anschlusshäuser erwarten für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von aufgelaufen über 25% im Vergleich zum Vorjahr.

Für die Verlängerung der Frühjahr-Sommer-Saison 2020 bis Ende September sprachen sich 85% der SABU-Händler aus, ebenso viele wie für die Verschiebung der Order FS 2021 um 4 Wochen nach hinten und die Warenlieferungen für diese Ware. Für die Verschiebung des Verkaufszeitraums der Herbst-Winter-2020-Ware von Mitte August bis Mitte März 2021 waren sogar 90%.

Über ein Viertel der befragten Händler befürchten jedoch, dass die Marktteilnehmer, die bisher schon durch frühe und drastische Preisreduzierungen auffällig waren, auch jetzt nicht darauf verzichten werden.

Generelle Verschiebung der Saisonrhythmen FS 2020, HW 2020 und FS 2021 gefordert
„Die Lage ist also dramatisch und erfordert eine schnelle und schnelle, solidarische und konsequente Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen", so SABU-Geschäftsführer Stephan Krug. Er hatte in der Vorwoche folgendes Vorgehen für den Schuhhandel vorgeschlagen:

  • Die Verlängerung der FS 2020-Saison bis Ende September, verbunden mit einem „Schlussverkauf“ ab Mitte August
  • Auslieferung der Ware HW 2020 6 Wochen später, so dass der Verkaufszeitraum auf Mitte August bis Mitte März 2021 verlagert wird, mit einem „Schlussverkauf“ Anfang Februar.
  • Verrücken der Ordertermine für die Saison FS 2021 um einen Monat, verbunden mit späteren Auslieferungsterminen und einer um einen Monat verschobene Verkaufszeit 
  • Keine frühen Preisreduzierungen und keine "Rabattschlachten".

Für den Handel forderte Stephan Krug weitergehende Unterstützung als bisher. „Die verschiedenen Hilfsprogramme von Bund und Ländern decken einige Bereiche des Mittelstands immer noch nicht ab,“ so Krug. „KfW-Kredite sind zwar ein probates Mittel, aber deren Beantragung und Genehmigung dauern leider noch zu lange. Letzte Woche wurden erste, dringend notwendige Nachbesserungen beschlossen. Es fehlen jedoch immer noch konkrete Angebote für Unternehmen mit 10 und weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für ‚Junge Unternehmen‘. Auch muss zeitnah über einen Ausgleich der Vermögensschäden durch die staatlich angeordneten Ladenschließungen für alle Marktteilnehmer durch den Staat gesprochen werden. Kredite alleine reichen hier nicht aus!“