21. April 2020

G-BA: Feststellung der Arbeitsunfähigkeit darf doch wieder telefonisch erfolgen

Foto: Alexander Raths/AdobeStock

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Am 17. April  hatte der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschlossen, dass Arbeitnehmer bei leichten Atemwegsbeschwerden vom 20. April an wieder für Krankschreibungen zum Arzt gehen müssen. Aufgrund heftiger Kritik insbesondere aus der Ärzteschaft hat der G-BA nun wieder eine andere Regelung beschlossen: Die Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege darf bis zum 4. Mai für einen Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen wieder nach telefonischer Anamnese festgestellt werden.

Das Fortdauern der Arbeitsunfähigkeit kann ebenfalls mittels telefonischer Anamnese einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen festgestellt werden. Die telefonische Anamnese durch den Vertragsarzt müsse im Wege der persönlichen ärztlichen Überzeugung vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung erfolgen.

Der G-BA kündigt an, rechtzeitig vor Auslaufen der Ausnahmeregelung am 4. Mai über eine mögliche erneute Verlängerung zu entscheiden.