05. Mai 2020

Task Force Covid-19: Hilfsmittelversorgung in Deutschland sichern

Stephan Jehring (Foto: C. Maurer Fachmedien)

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Führende Verbände der Task Force COVID-19, darunter der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik, stellen sich hinter 5-Punkte-Plan von MdB Dr. Kühne. Im Zentrum seines 5-Punkte-Plans steht die Sorge um die Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung während und nach der Corona-Krise.

Kühne hatte zur Sicherstellung der Hilfsmittelversorgung folgende Forderungen aufgestellt:

  • Einrichtung eines Schutzschirms für Hilfsmittelerbringer, um Liquiditätsengpässe aufzufangen.
  • Flächendeckende Gewährleistung der Versorgung durch explizite Benennung der Hilfsmittelleistungserbringer und Hersteller als systemrelevante Versorger.
  • Beschlagnahme, Einziehung und Meldepflicht von Hilfsmitteln: Um die sichere und stabile Versorgung der Patienten nicht zu gefährden, müssen die Lagerbestände der Hilfsmittelleistungserbringer garantiert bleiben. Ein Zugriff Dritter auf diese Lagerbestände muss zumindest für jene Vorräte ausgeschlossen sein, die für die laufende Versorgung unabdingbar sind.
  • Praktische Handlungsempfehlungen und Nutzung digitaler Möglichkeiten – unter anderem sollte die digitale Abstimmung mit allen Beteiligten in der Versorgungskette vorangetrieben und als Grundlage der Versorgung auch von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anerkannt werden.
  • Sicherstellung der Versorgung chronischer Wunden.

ZVOS-Präsident Stephan Jehring kommentiert aus Sicht der Orthopädieschuhtechnik: „Der Zentralverband Gesundheitshandwerk Orthopädie-Schuhtechnik begrüßt die auf den Hilfsmittelbereich bezogenen Forderungen des Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne, CDU. Wir sehen, dass unsere Betriebe durch Covid-19-bedingt unterstützt werden müssen und dringender Handlungsbedarf besteht. Mit einem finanziellen Schutzschirm und weiteren unbürokratischen Schritten muss sichergestellt sein, dass die Betriebe während der Krise ihre Tätigkeit im Gesundheitswesen ungehindert fortsetzen können. Nur so kann die gewohnt qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung gewährleistet werden. Um Schutzausrüstung zu erhalten, müssen unsere Betriebe als systemrelevante Versorger eingestuft werden. Nur so kann die Arbeit am Patienten fortgesetzt werden und der Gesundheitsschutz für Patienten und Mitarbeiter gewährleistet werden. Ebenfalls unterstützen wir die anderen aufgestellten Forderungen von Dr. Kühne, auch wenn nicht alle für unseren Berufsstand von Relevanz sind.“

Die Kommentare weiterer Verbände, die sich in der Task Force Covid-19 zusammengeschlossen haben, lesen Sie hier (PDF)

Quelle: BIV-OT