27. Mai 2020

GMS Verbund unterstützt bei Verhandlungen mit Vermietern

Dr. Karsten Niehus und Thomas Schulte-Huermann (Foto: GMS)

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Der GMS Verbund unterstützt die angeschlossenen Händler dabei, über eine Reduzierung der Umsatzmiete während der Corona-Krise zu verhandeln. „Wenn ein Händler 20 Prozent weniger Umsatz erzielt, sollte er auch 20 Prozent weniger Miete zahlen“, so Thomas Schulte-Huermann. „Der Marktwert einer Immobilie mit Ladenlokal richtet sich nach der Frequenz. Und wenn diese abnimmt muss auch die Miete angepasst werden“, ergänzt Dr. Karsten Niehus.

Vielen Fachhändlern sei es aufgrund eigener Bemühungen oder mit Unterstützung des GMS Verbund gelungen, ihre Vermieter zur Aussetzung der Miete aufgrund des mit dem Shutdown einhergehenden 100-prozentigen Umsatzverlustes zu bewegen, teilt GMS mit. Dabei sei häufig die Miete für die Dauer von zwei bis drei Monaten dauerhaft erlassen oder zumindest eine erhebliche Reduktion vereinbart worden.

Für den nachhaltigen Fortbestand der Geschäfte gehe es aber nicht nur um einige Monate, sondern um die nächsten Jahre. Der Markt müsse weiterhin mit schwacher Frequenz und reduzierten Umsätzen rechnen. In dieser Zeit müssen nicht nur Personalkosten angepasst werden, sondern auch die Miete, so GMS.

Deshalb will der Verbund seine Händler unterstützen und nach erteilter Vollmacht direkt mit deren Vermietern über eine Reduzierung der Umsatzmiete während der Krise verhandeln. Die individuelle Vorgehensweise stimmt GMS dabei zuvor mit den Händlern ab und übernimmt dann im Auftrag die Verhandlungen.

Heterogenes Bild nach Wiedereröffnung
Nachdem die Geschäfte in allen Ländern wieder geöffnet sind, zeigt sich bei den GMS-Händlern ein heterogenes Bild. Während bei manchen die Umsätze zufriedenstellend sind, verzeichnen viele GMS-Händler Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent. Die Maskenpflicht und das schlechte Konsumklima führen zu einer entsprechenden Zurückhaltung der Kunden, so GMS. Dabei sei auffällig, dass es keine eindeutigen Tendenzen für den Umsatzrückgang gebe. Spezialisten treffe es in der Regel weniger als Generalisten, Randlagen und ländliche Betriebe weniger als frequenzabhängige Innenstadtlagen.