03. Juni 2020

Meisterschulen: Neustart nach Corona-Unterbrechung

Foto:AdobeStock/Gerhard Seybert

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Die Corona-Pandemie ging auch an den Meisterschulen in der Orthopädieschuhtechnik nicht spurlos vorüber. Meisterkurse mussten teils kurz vor der Beendigung abgebrochen werden. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen und Sonderkurse wurden abgesagt. Nach einer Phase der Ungewissheit, blicken die Schulleiter jedoch wieder optimistisch in die Zukunft.

 Keine der Meisterschulen in Hannover, Langen, Siebenlehn und Landshut konnte den laufenden Meisterkurs regulär abschließen. Die einen konnten noch den Fachunterricht abschließen, andere mussten kurz vor Kursende unterbrechen. Prüfungen waren nach der Corona bedingten Unterbrechung ab März nicht mehr möglich. Von der Schließung der Schulen waren nicht nur die Meisterkurse betroffen. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen und Sonderkurse mussten ebenso abgesagt oder verschoben werden. Das B-O-S-S in Langen musste den Sommerkurs schweren Herzens ganz absagen. Da sich die Meisterschulen über Kursgebühren und Zuwendungen zur Lehrlingsausbildung finanzieren, waren die Sorgenfalten bei einigen Schulleitern zunächst groß. Zu Beginn der Schließungen aufgrund der Pandemie, war noch nicht klar, wie lange diese andauern und wann man die Kurse zu Ende bringen und neue anbieten kann.

Unterricht läuft wieder

Mit den Lockerungen der vergangenen Wochen ist der Blick in die Zukunft jedoch schon wieder deutlich optimistischer. An der Bundesfachschule soll die Prüfung Anfang Juli fortgesetzt werden. Der Abschluss der Prüfung ist für Mitte Juli vorgesehen. Auch die Lehrlingsausbildung läuft wieder, berichtet Schulleiter Hans-Georg Ahrens.In Siebenlehn laufen seit Anfang Mai die  Kurse für die Teile III + IV der Meisterprüfung, unter Einhaltung der gültigen Hygiene- und Abstandsregelungen. Auch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung habe wieder begonnen, allerdings etwas verkürzt und in zwei Gruppen. Im abgebrochenen Meisterkurs ist noch eine Woche Unterricht nachzuholen. Dies soll Anfang August geschehen. Mitte August soll dann die Meisterprüfung stattfinden. Etwa sieben Wochen Pause gab es im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern in Landshut, berichtet Michael Pigat, Leiter des Bildungszentrums. Seit 11. Mai läuft dort der Unterricht in der  Orthopädieschuhtechnik wieder. Bis Ende Juli will man den Meisterkurs inklusive Prüfung abschließen.

Ab Herbst voraussichtlich wieder normaler Betrieb

Der nächste Meisterkurs an der Bundesfachschule beginnt bereits Mitte August. Der wird, so Hans-Georg Ahrens, ganz regulär, aber natürlich unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden. Die Unterrichtsräume seien groß genug, um das umzusetzen. Auch in Landshut hat man sich auf die neuen Regeln eingestellt und plant für den Unterricht Räumlichkeiten ein, die ausreichend Platz bieten. Der neue Meisterkurs für Orthopädieschuhmacher könne deshalb ganz regulär im Oktober beginnen. Bereits im September startet Siebenlehn regulär mit dem neuen Meisterkurs, vorbehaltlich, so Roland Stegemann, dass es bis dahin keine neuen, schärferen Regeln gibt. Am B.O.S.S. in Langen sind ab Juni wieder Sonderkurse eingeplant. Der Sommerkurs zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung, der schon längst laufen müsste, bleibt abgesagt. Die für den Sommerkurs angemeldeten Teilnehmer, so Gerwin Limbach, habe man fast komplett in den kommenden Winterkurs (5.10.2020 –11.03.2021) umbuchen können. Für den Sommerkurs 2021 (06.04.2021 bis 09.09.2021) sind noch Plätze frei. Für den Winterkurs rechnet Limbach wieder mit einer Vollauslastung von 18 Teilnehmern.

Aktuelle Infos zu Meisterkursen und Sonderlehrgängen gibt es auf den Internetseiten der Schulen.