27. August 2020

ANWR begrüßt weitere Lockerungen für bedrohte Unternehmen

Frank Schuffelen (Foto: ANWR)

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Frank Schuffelen, Vorstandssprecher der ANWR Group eG, begrüßt den Beschluss des Koalitionsausschusses, die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen, die durch die Corona-Krise in die Überschuldung geraten sind, bis zum 31. Dezember 2020 auszusetzen: „Damit haben die Corona-bedingten KfW-Sonderprogramme und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht die gleiche zeitliche Befristung bis Ende 2020. Nun sollten weitere Maßnahmen entwickelt und eingeleitet werden. Dazu zählt die Öffnung des KfW-Schnellkredites für die vielen mittelständischen Unternehmen mit weniger als elf Mitarbeitern."

"Über die 100-prozentige Haftungsübernahme durch die staatliche KfW Bank wird der Zugang zu den Finanzierungsmitteln für diese Unternehmen erheblich erleichtert. Dies kann massenhafte Pleiten verhindern und Arbeitsplätze sichern“, so Schuffelen.

Von den 3,5 Millionen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland haben 3,1 Millionen Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter. Die Kapitalbindung sei bei den Handelsunternehmen im Schuh- und Sportbereich so hoch, dass sie ihr Umlaufvermögen über die bisher gewährten Zuschüsse des Bundes nicht finanzieren können, so die ANWR. „Dafür braucht es jetzt schnelle und einfache Zugänge zu KfW-Kreditprogrammen. Der KfW-Schnellkredit ist in einer modifizierten Form genau das richtige Mittel, um die Liquidität schnellstmöglich zu sichern“, ist sich Schuffelen sicher.

Parallel dazu sollte kurzfristig ein Programm zur Rekapitalisierung des Mittelstands entwickelt werden, fordert die ANWR. Der bestehende Wirtschaftsstabilisierungsfonds richte sich nur an Unternehmen oberhalb der KMU-Kriterien. Nach Ansicht Schuffelens müssten gerade diese Programme während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ausgerollt werden, damit sie einer drohenden Überschuldung entgegenwirken