02. September 2020

Zukunftslösungen für OST-Betriebe finden: mit Branchenexperte Anton Bittler und vier Betriebsinhabern

Foto: GIS/AdobeStock

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Schaft mein Betrieb den Schritt in die Zukunft? Und wie kann ich die wachsenden Herausforderungen, unter denen OST-Betriebe stehen, meistern? Branchenexperte Anton Bittler zeigt in dem Impulsseminar "Mein Betrieb - meine Zukunft", das C. Maurer Fachmedien am 7. Oktober in Köln veranstaltet, verschiedene Konzepte und Strategien auf, mit denen OST-Betriebe die immer schwieriger werdende Marktsituation bewältigen und sich fit für die Zukunft machen können. Vier Betriebsinhaber/innen verraten, mit welchen Konzepten sie derzeit erfolgreich sind.

Der Veränderungsdruck, unter dem OST-Betriebe heute stehen, ist immens: Gesetzesänderungen sowie Vorgaben von Kostenträgern sorgen für immer neue Pflichten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Der Fachkräftemangel, neue Technologien und die Digitalisierung verändern die Branche. Und die Konkurrenz schläft nicht – Industrieunternehmen, Sanitätshausketten und branchenferne Anbieter haben bereits angefangen, den Markt abzugreifen. Deshalb stellt sich für viele Betriebsinhaber die Frage, ob sie gut genug aufgestellt sind, um die Herausforderungen des sich wandelnden Gesundheitsmarktes zu meistern. Wie kleine Betriebe den entscheidenden Schritt in ihre Zukunftsfähigkeit machen können, zeigt das Impulsseminar "Mein Betrieb - meine Zukunft. Perspektiven für die Orthopädieschuhtechnik" auf. Es diskutiert Perspektiven für aufgeschlossene, innovationsfreudige Unternehmen und gibt Denkanstöße, wie die Umsetzung im eigenen Betrieb gelingen kann.

Hauptreferent Anton Bittler kennt die Branche wie kein Zweiter. Seit Jahrzehnten berät und begleitet er erfolgreiche OST-Betriebe. In dem Tagesseminar stellt er Konzepte vor, die aus seiner Erfahrung Zukunftslösungen für Kleinbetriebe sein können. Zudem verraten Betriebsinhaber, mit welchem „Rezept“ sie in ihrem Betrieb erfolgreich arbeiten:

  • OSM Dirk Klein aus Köln hat den elterlichen Betrieb übernommen und umstrukturiert, indem er auf weniger Schuhhandel und mehr orthopädische Leistung setzt. Er setzt nicht auf Filialisierung, sondern auf den Ausbau und die Optimierung von orthopädischen Leistungen am Standort.

  • Maximilian Möller, M & L Löser Orthopädie-Schuh und Technik GmbH, ist seit 2019 verantwortlich für die Leitung der Filiale in Oberhausen sowie im Gesamtbetrieb für Marketing und IT/Digitalisierung. Der breit aufgestellte Betrieb will vor dem weiteren Wachstum erst die Verwaltungsorganisation und alle Prozesse optimal gestalten.

  • Jan Kubasch, Fuß und Schuh Bautzen, führt als Quereinsteiger mit BWL-Hintergrund einen Betrieb mit sieben Filialen. Zur Seite steht ihm ein OSM als Technischer Leiter. Das Filialnetz wurde mit Neugründungen aufgebaut. Eine Besonderheit ist die Kooperation mit einem Sanitätshaus. Seine Strategie ist das Wachstum, um in der Region große Konkurrenten abwehren zu können.

  • OSM Christine Rose, Hamburg, führt den elterlichen Betrieb mit ihrem Bruder (Kaufmann im Gesundheitswesen) weiter. Die Aufgabenbereiche sind klar getrennt in OST/Sanitätshaus und Podologie. Ihr Ziel ist die Optimierung am Standort.

Die im Seminar aufgezeigten Lösungen reichen von Neugründungen/Betriebsübernahmen über die Spezialisierung auf ein Marktsegment, Prozessoptimierung und Digitalisierung, Produktion außer Haus, Auftragsproduktion, Wechsel in ein Angestelltenverhältnis, Wachsen durch Filialisierung und Zukäufe bis hin zu Kooperationen in und außerhalb der Berufsgruppe.

Vorab wird die aktuelle Situation der Kleinbetriebe auf den Punkt gebracht: ZVOS-Geschäftsführerin Jessica Kuhn, Gerold Elkemann, Geschäftsführer der LI Bayern für Orthopädie-Schuhtechnik, und Philipp Radtke, Obermeister der Innung für Orthopädieschuhtechnik NRW, geben hierzu Impulsreferate. Die abschließende Podiumsdiskussion thematisiert: Wie kann man die im Seminar vorgestellten Innovationen anstoßen und umsetzen? In welchen Bereichen brauchen die Betriebe Unterstützung?

Fortbildungspunkte bei ZVOS und AGOS sind beantragt. Die Einhaltung der gesetzlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen am Veranstaltungsort ist gewährleistet, darüber hinaus haben wir einen sehr großen, gut belüfteten Raum ausgewählt. 

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