16. September 2020

Inklusionspreis: Matthias Hartmann Orthopädie + Sport GmbH ausgezeichnet

Freuen sich über die Auszeichnung (v. l.): Matthias Hartmann, Ismail Habash und Manfred Weber, der stv. Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen, der im Rahmen des Inklusionsprojektes der Kammer das Unternehmen für den Inklusionspreis der Wirtschaft 2020 vorschlug. (Foto: Handwerkskammer Wiesbaden)

Anzeige

Vier Betriebe sind jetzt mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020 ausgezeichnet worden, darunter auch die Matthias Hartmann Orthopädie + Sport GmbH aus dem hessischen Dillenburg. Inhaber Matthias Hartmann geht auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften engagierte Wege.

Die Matthias Hartmann Orthopädie + Sport GmbH hat den bundesweiten Inklusionspreis der Wirtschaft 2020 in der Kategorie „Kleines Unternehmen“ gewonnen. Seit 2018 beschäftigt Inhaber Matthias Hartmann einen jungen Syrer, der Analphabet und körperlich behindert ist. Ein speziell angepasster Arbeitsplatz macht die Beschäftigung möglich. Individuell zugeschnittene Arbeitsbedingungen schuf Hartmann zudem für eine hörgeschädigte Mitarbeiterin: Feste Aufgaben, eine eigene Maschine und flexible Arbeitszeiten ermöglichen hier ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis.

Weitere Gewinner des Inklusionspreises für die Wirtschaft 2020 sind die Betriebe Zahntechnik Leipzig, Porzellanfabrik Hermsdorf und Shuyao Teekultur in Düsseldorf. Die Preisverleihung, die ursprünglich für den 27. April 2020 in Berlin mit Bundesminister Hubertus Heil vorgesehen war, fand aufgrund der Corona-Pandemie im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung nun am 3. September statt.

„Inklusion ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen, das zeigt der Inklusionspreis zum achten Mal in Folge“, sagte Olaf Guttzeit, Vorstandsvorsitzender des UnternehmensForum und einer der vier Initiatoren des Preises. Sein Fazit: „Inklusion sichert den Fachkräftebedarf und stärkt die Motivation der Mitarbeitenden, ganz gleich ob mit oder ohne Behinderungen.“ Schirmherr Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, würdigte in seinem Grußwort den Vorbildcharakter der prämierten Betriebe: „Arbeit ist mehr als reiner Broterwerb. Arbeit bedeutet Teilhaben an der Gesellschaft. Deshalb zeichnen wir Unternehmen aus, die Inklusion leben und Menschen mit Behinderungen fördern. Sie zeigen uns, was Inklusion am Arbeitsplatz ganz praktisch heißt.“