05. Oktober 2020

Ludwig Vorholt mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Ludwig Vorholt (r.) erhielt das Bundesverdienstkreuz. (Foto: Gerd Kaemper/gkfoto)

Anzeige

Am 28.September 2020 erhielt Ludwig Vorholt das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Überreicht wurde die Auszeichnung durch den Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski im Ratssaal.

Mit der Auszeichnung wurde Vorholts jahrzehntelanges Engagement für seinen Beruf gewürdigt. Seit 1990 hatte sich Ludwig Vorholt auf verschiedenen Ebenen für seinen Berufsstand engagiert. Da er eine kleinteilige Innungslandschaft als nicht mehr zukunftsweisend ansah, trieb er schon früh die Gründung eines Innungsverbandes für Nordrhein-Westfalen voran. Im 1993 gegründeten „Innungsverband für Orthopädie-Schuhtechnik Nordrhein-Westfalen“ wurde er in den Vorstand sowie den Lohn- und sozialpolitischen Ausschuss gewählt. 1994 wurde er Obermeister der Innung Gelsenkirchen, 1998 stellv. Obermeister für Nordrhein-Westfalen und 2003 Landesinnungsmeister des „Innungsverbandes Nordrhein-Westfalen“. Dabei verfolgte er weiter seine Vision einer „schlagkräftigen“ Großinnung. Unter seiner Federführung wurden neun von zehn Innungen in Nordrhein-Westfalen von der Idee überzeugt, sich zusammenzuschließen. Von 2006 bis 2017 war Ludwig Vorholt sowohl Obermeister der „Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Rheinland/ Westfalen“ als auch Landesinnungsmeister des neuen, übergeordneten „Innungsverbandes für Orthopädie-Schuhtechnik Nordrhein-Westfalen“, dem heute knapp 600 Betriebe angehören.

In der Innungsarbeit befasste sich Ludwig Vorholt auch mit der fachlichen Neuausrichtung des Handwerks und den Rahmenbedingungen für die Ausbildung. So ist es unter anderem seinem Einsatz zu verdanken, dass heute zwei Standorte mit reinen Fachklassen für Orthopädie-Schuhtechnik sowie die einzige Meisterschule für Orthopädie-Schuhtechnik in Deutschland, in der berufsbegleitend die Meisterprüfung abgelegt werden kann, in Nordrhein-Westfalen angesiedelt sind. Unter seiner Federführung entstand auch ein Kalkulationsschema für Produkte des Orthopädie-Schuhmacherhandwerks, das in vielen Krankenkassenverträgen Anwendung findet. Auch die sogenannten „Verfahrensanleitungen“, um den Innungs-Mitgliedern in kompakter Form die wesentlichen Informationen aus den immer umfangreicher werdenden Verträgen mit den Kostenträgern zur Verfügung zu stellen, gehen auf seine Initiative zurück.

Vorholt leitete die Innung und den Innungsverband bis zum Jahr 2017, als er den Platz für die jüngere Generation frei machen wollte. Für seine großen Verdienste um die Orthopädieschuhtechnik und die Innung wurde er bei seinem Abschied zum Ehrenobermeister ernannt.

 

Foto: Gerd Kaemper/gkfoto