05. Oktober 2020

Karlheinz Gaschler als Geschäftsführer verabschiedet

Obermeister Karl-Heinz Weber, Dipl.-Volkswirt Karlheinz Gaschler, Birgit Gaschler, Geschäftsführer Alexander Zeitler (v.l.). (Foto: Michael Jordan)

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Die Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz hat ihren Geschäftsführer Karlheinz Gaschler verabschiedet. Er beendete seine Tätigkeit auf eigenen Wunsch hin Ende Juni – nach 30 Jahren im Dienste der Innung. Die Verbschiedung fand nun im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Innung stattt, im Hotel Zur Post in Welling. Nachfolger ist Alexander Zeitler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein.

Lang ist die Liste der Ämter, die Karl-Heinz Gaschler rund ums Handwerk innehatte. Für sein großes Engagement für die Handwerkerschaft wurde er im Jahre 2016 mit der Goldenen Ehrennadel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften ausgezeichnet, 2018 kam die Goldene Ehrennadel der Handwerkskammer Koblenz hinzu. Umfangreich ist auch die Aufzählung der Aktivitäten, die er für die Orthopädieschuhmacher geleistet hat. In seiner Dankesrede konnte Obermeister Weber nur das Wichtigste umreißen: ob Präqualifizierung, Qualitätsmanagement, technische Versorgung von Risikopatienten oder Krankenkassenverhandlungen. Immer sei Karlheinz Gaschler federführend und mit großer Verlässlichkeit dabei gewesen. Highlight im letzten Jahr war die Organisation des 50-jährigen Innungsjubiläums im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz, „die du wie immer sehr akribisch vorbereitet hast, sodass wir eine herausragende Veranstaltung hatten“, schilderte Weber. „Es verlässt uns heute ein außergewöhnlich verdienter Kämpfer für unser Handwerk und ein guter Freund“, fand Obermeister Karl-Heinz Weber treffende Worte.


Auch Kreishandwerksmeister Marco Kraus bedankte sich herzlich im Namen der KHS beim scheidenden Geschäftsführer.
„So richtig gerne lassen wir dich nicht gehen“, lautete das Resümee. „Doch immerhin hinterlässt du ein bestelltes Haus, so wie es deine Art ist.“
Nachfolger Alexander Zeitler freut sich über den guten Zusammenhalt der Innung. Gern habe er die Geschäftsführung übernommen. Jetzt gehe es gemeinsam in Richtung Zukunft: Mit Corona, Krankenkassenverträgen, Medizinproduktegesetz und zunehmender Digitalisierung mangele es nicht an Themen, die es zu meistern gilt. So werde es in Zukunft elektronische Berufsausweise geben, um digitale Rezepte bearbeiten zu können.

Vom ZVOS aus Hannover war Geschäftsführerin Jessica Kuhn angereist und informierte über aktuelle Entwicklungen bei der Ausrichtung des Verbandes, den Preisverhandlungen mit den Krankenkassen und der Neugestaltung des Internetauftritts. „Fürs nächste Jahr planen wir eine Nachwuchskampagne“, schildert Jessica Kuhn, um den Beruf wieder attraktiver zu machen. In Rheinland-Pfalz will man den Azubis unliebsame Steine aus dem Weg räumen und sich für stärkere finanzielle Unterstützung bei den Unterbringungs- und Fahrtkosten beim Besuch der Berufsschule und den überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen einsetzen. Hier werde nach Lösungen gesucht.

Auch die obligatorischen Regularien standen auf dem Tagesordnungsplan. In puncto Finanzen gilt: Alles im grünen Bereich. Die Jahresrechnung 2019 und der Haushaltsplan 2020 wurden vorgetragen sowie erläutert – und für gut befunden. Noch lange saßen die Innungsmitglieder nach Abschluss der Versammlung beisammen, um sich bei einem leckeren Essen auszutauschen.