04. November 2020

BVMed: Medizinische Gesamtversorgung muss auch während der Pandemie sichergestellt werden

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Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) drängt auf Lösungen, um auch während der Corona-Pandemie die medizinische Gesamtversorgung der Menschen in Deutschland zu gewährleisten. Man müsse aus den Fehlern des ersten Lockdowns lernen. „Alle Patientengruppen, die notwendige stationäre Versorgung und insbesondere Operationen brauchen, benötigen den zeitnahen Zugang zu stationären Leistungen“, fordert  BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. 

Im Frühjahr 2020 seien Operationen ohne Differenzierung verschoben worden. Darunter habe die notwendige stationäre Versorgung von Menschen mit teilweise ernsten und lebensbedrohlichen Krankheitsbildern gelitten. „Daraus müssen wir lernen und intelligente Lösungen entwickeln. Die Krankenhäuser sind heute viel weiter als im Frühjahr“, erklärt Möll. In den Kliniken werde beispielsweise eine strikte Trennung zwischen COVID-Bereichen und anderen Versorgungsbereichen vorgenommen. Menschen, die stationär versorgt werden, würden vor, während und zum Schluss eines Klinikaufenthalts getestet und engmaschig überwacht. Ärzte, die Corona-Patienten intensivmedizinisch behandeln, würden auch nur in diesen Bereichen eingesetzt, so der BVMed. Das einseitige Abziehen von Krankenhauspersonal aus anderen klinischen Bereichen in die COVID-Versorgung hält der BVMed für aktuell nicht zielführend.

Der BVMed verweist zudem darauf, dass in vielen Bereichen dank minimalmedizinischer Eingriffe und moderner Operationsmethoden intensivmedizinische Versorgungen auf das Nötigste beschränkt bleiben.

Der Verband fordert eine taggenaue Transparenz über die Gesamt-Kapazitäten in verschiedenen Versorgungsbereichen im Krankenhaus. Bund und Länder müssten zudem eine abgestimmte Strategie vorlegen, um Patientenversorgung zu steuern und sicherstellen. Dazu gehöre auch die stärkere Einbindung von telemedizinischen Lösungen, um nicht-notwendige Kontakte zu vermeiden. „Wir können nicht von Lockdown zu Lockdown gehen. Wir müssen die Gesamtversorgung auch während der Pandemie sicherstellen“, so Möll abschließend.