11. November 2020

GMS: Schuhhändler zur Umsatzentwicklung befragt

Foto: Adobe Stock/luciano

Der GMS Verbund hat 150 GMS-Händler zur Umsatzentwicklung für den Zeitraum Januar bis September 2020 befragt. Dabei konnten die guten Ergebnisse einer ersten Erhebung im Mai bestätigt werden, teilt GMS mit. Es gebe aber deutliche Unterschiede, je nach Fachgruppe und Geschäftslage.

Nach einer ersten Stichprobe bei 150 GMS-Händlern im Mai dieses Jahres, wiederholte der GMS Verbund die Befragung zur Umsatzentwicklung für den Zeitraum von Januar bis September 2020 - im Vergleich zum Vorjahr. Dabei konnten die guten Ergebnisse der ersten Erhebung bestätigt werden, jedoch mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Fachgruppen und Geschäftslagen, teilt GMS mit.

Die repräsentative Stichprobe des GMS Verbundes, bei der der Umsatz der eigenen Fachhandelskunden im Zeitraum von Januar bis September untersucht wurde, zeige einen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent und damit ein besseres Ergebnis im Vergleich zu den im Schuhfachhandel aufgelaufenen Umsätzen im ersten Halbjahr, die vom BDSE mit rund minus 30 Prozent (2,5 statt 3,6 Milliarden Euro) beziffert wurden.

Die Krise habe die Unternehmen dabei sehr unterschiedlich getroffen, so GMS. Je nach Standort, Sortiment und Spezialisierungsgrad habe sich gezeigt, dass kleine Geschäfte in den nicht ganz so großen Städten deutlich weniger betroffen seien als 1a-Lagen in den Shopping-Metropolen und dass spezialisierte Fachhändler weniger Einbußen hatten als Vollsortimenter. Als Ursache für das insgesamt bessere Abschneiden seiner Kunden sieht der GMS Verbund den hohen Spezialisierungsgrad sowie die enge Kundenbindung seiner überwiegend inhabergeführten Fachhändler.


Im spezialisierten modischen Fachhandel liege der aufgelaufene Umsatz bei minus 7 Prozent. Größere Einbußen hatten laut GMS ländliche und stadtnahe Vollsortimenter mit einem Umsatzminus von zusammen durchschnittlich 15,9 Prozent. Auch das Komfortschuhsegment habe einen Rückgang des aufgelaufenen Umsatzes von 9,6 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. Sowohl die Vollsortimenter, Fachmärkte und Komfortschuhhändler der GMS zeigten sich dabei aber deutlich stabiler als der Branchenschnitt.


Am meisten getroffen ist laut GMS die Gruppe der innerstädtischen Geschäfte und Fachmärkte mit einem Minus von 26,5 Prozent. Mit einem Plus von 1,7 Prozent zeige sich der Kinderschuhfachhandel vom Lockdown gänzlich unberührt. Die Kundschaft bleibe dem einzelnen Kinderschuhfachgeschäft nach wie vor in hohem Maße treu. Neben kreativen Verkaufs-Lösungen während der Zeit der Schließung, zeigte sich nach Wiedereröffnung der Geschäfte ein starker Nachholbedarf, da viele Kinder ihren alten Schuhen entwachsen waren, so GMS.


Der Sportbereich insbesondere im Vollsortiment und im Teamsport musste mit 29 Prozent deutliche Rückgänge hinnehmen, so GMS. Derweil konnten Running-Händler Umsatzzuwächse von bis zu 13,5 Prozent vermelden, da gerade seit der Zeit des Lockdown, und zeitweilig geschlossenen Fitnessstudios, das Laufen einen neuen Boom erlebte.