04. Januar 2021

ZDH-Umfrage: Handwerksbetriebe weiterhin von Folgen der Corona-Pandemie betroffen

Foto: bluedesign/AdobeStock

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Kommen die November- bzw. Dezemberhilfen in den Handwerksbetrieben an? Wie steht es um die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen? Das wollte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in seiner achten Sonderumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie wissen. Die Umfrage, an der sich 1.780 Betriebe beteiligten, wurde vom 9. bis zum 13. Dezember 2020 durchgeführt. 

Wie der ZDH berichtet, war die wirtschaftliche Betroffenheit des Handwerks im Befragungszeitraum ähnlich hoch wie im November, bedingt durch die Fortsetzung des Teil-Lockdowns. Der Umfrage zufolge sind nach wie vor viele Betriebe von substanziellen Umsatzausfällen betroffen.Noch einmal leicht zurückgegangen sind die Auftragsbestände. Zudem sind mehr Betriebe von Pandemie-bedingten Mitarbeiterausfällen betroffen als zuvor. Der Ausblick ins 1. Quartal 2021 fällt unter diesen Vorzeichen verhalten aus: Jeder zweite Betriebsinhaber rechnet mit geringeren Umsätzen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres als saisonüblich. In Anbetracht der hohen Unsicherheiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird zudem eine weitere Abnahme der Auftragspolster erwartet. Das hat auch Folgen für die Beschäftigung im Handwerk, die erneut leicht rückläufig sein dürfte, erklärt der ZDH. 

In der Dezember-Umfrage berichten 42 Prozent der Betriebe davon, dass in den letzten 4 Wochen der Betriebsumsatz geringer ausfiel als vor einem Jahr (Novemberbefragung: 40 Prozent). Davon, dass die Umsätze auf dem jahreszeittypischen Niveau liegen, berichten nur 42 Prozent (Novemberbefragung: 46 Prozent), bei 15 Prozent sind die Umsätze im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit gestiegen (Novemberbefragung: 14 Prozent). 

Der durchschnittliche Umsatzverlust der Betriebe mit Umsatzausfällen erreichte im Dezember 40 Prozent und liegt damit merklich höher als im November (36 Prozent).

Im Branchenvergleich der Betriebe, die Umsatzzuwächse melden, schneiden die Gesundheitshandwerke mit einem durchschnittlichen Umsatzplus von 26 Prozent am besten ab. Aber auch in den Ausbau- (23 Prozent), den Bau- (22 Prozent) sowie den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (21 Prozent) sind die Umsätze in den Betrieben, die ein Umsatzplus melden, um
mehr als ein Fünftel gestiegen. Das sind auch die vier Gewerbegruppen mit dem höchsten Anteil an Betrieben, die Umsatzzunahmen melden.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse stellt der ZDH in einem kostenlosen PDF zum Download bereit. Dieses finden Sie hier