27. Januar 2021

Handwerk schraubt am Image – auch im Lockdown

OTM Frank Purk (Foto: DHKT/handwerk.de)

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Seit dem 22. Januar macht das Handwerk mit seiner Imagekampagne wieder deutschlandweit auf sich aufmerksam und will damit unter anderem für die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in über 130 Ausbildungsberufen werben. In der Corona-Pandemie sei es wichtiger denn je, für die Ausbildung im Handwerk zu trommeln, so das Kampagnenbüro Handwerk. Orthopädietechnik-Mechaniker Frank Purk ist ein Botschafter des aktuellen Flights der Imagekampagne.

Das Pandemie-Jahr 2020 habe deutlich gemacht, wie wichtig das Handwerk für Deutschland ist: Es habe einen großen Beitrag geleistet, das Land am Laufen zu halten. Gleichzeitig sei es den Betrieben schwerer denn je gefallen, Nachwuchs anzusprechen und zu gewinnen. In der Folge von Schulschließungen und dem Ausfall von Berufsorientierungsangeboten konnten 10.000 Ausbildungsplätze weniger besetzt werden als noch im Vorjahr. Und das, obwohl Fachkräfte im Handwerk für die Zukunft dringend gebraucht werden, erklärt Das Handwerk. Auch in diesem Jahr erschwere Corona die Maßnahmen zur Berufsorientierung. Das Handwerk will hier gegenhalten. Ein Baustein ist der 1. Flight der bundesweiten Imagekampagne, der mit dem Slogan „Wir wissen, was wir tun.“ auf Plakaten aber vor allem auch in TV-Schaltungen und digitalen Werbemaßnahmen auf das Handwerk aufmerksam macht.

Mit vier Botschaftern möchte Das Handwerk Menschen in Szene setzen, die ihre persönliche Berufung im Handwerk gefunden haben und dank ihres Berufs reifer, selbstbewusster, zielstrebiger und vor allem erfüllter geworden sind. Man wolle den Zeitgeist treffen, in dem die Menschen von ihrem Beruf auch Sinn und Erfüllung erwarten. "Sie wollen auch in ihrem jeweiligen Beruf sagen können: „,Wir wissen, was wir tun,", teilen die Initiatoren der Imagekampagne mit.

Die Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks
Die vier Botschafter sind im Rahmen der Kampagne auf Motiven und in Filmclips zu sehen. Einer von ihnen ist Orthopädietechnik-Mechaniker Frank Purk (38) aus Hamburg, der stolz darauf ist, dass seine Prothesen Menschen mit Handicap nicht nur mobil, sondern auch wieder selbstbewusster machen. 

Ebenfalls der Mobilität verschrieben hat sich Kfz-Mechatronikermeister Franz Rohsmeisl (30) aus Müncheberg. Ihm haben es Oldtimer angetan, deren Restauration für ihn auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit bedeutet. Die Leidenschaft für seinen Beruf entdeckte er bereits im jungen Alter von 10 Jahren.

Auf Umwegen kam dagegen Konditormeisterin Laura Schöneberger (28) aus Regensburg zu ihrem Beruf. Zunächst Industriekauffrau wagte sie einen beruflichen Neustart und hat im Handwerk Sinn und Erfüllung gefunden. Ihr Weg kann auch anderen Menschen Mut für einen Neuanfang machen.

Mut zeigte auch Spenglergesellin Luisa Buck (25) aus dem Württembergischen Wildberg bei ihrer Berufswahl. Sie hat einen Frauen-untypischen Beruf gewählt und ist damit jeden Tag aufs Neue glücklich.

Seit dem 22. Januar sind alle vier Botschafter für einen Monat in TV-Spots sowie auf Motiven im Internet, auf Infoscreens und auf Großplakaten und Bussen zu sehen. Ergänzend bieten Mini-Dokus auf YouTube einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag der Botschafter

„Es ist erfreulich, welch hohe Bedeutung dem Handwerk inzwischen zugeschrieben wird“, erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer mit Blick auf Ergebnisse einer Forsa-Umfrage aus 2020. 94 Prozent der Befragten halten das Handwerk demnach für unverzichtbar. „Das ist auch auf die Erfahrungen in der Pandemie zurückzuführen, in der die Systemrelevanz vieler Handwerksberufe deutlich wird. Jetzt gilt es, das Handwerk auch als Karriereweg für die Menschen relevant zu machen.“ Das Handwerk zeige sich als besonders krisensicher und unabhängig von der Pandemie seien handwerkliche Fachkräfte gefragt, wichtige Herausforderungen im Bereich Klimaschutz, Energie, Mobilität und Demografie zu meistern. Schulabgängern, aber auch Quereinsteigern biete das Handwerk interessante Perspektiven.