01. Februar 2021

ANWR-Unternehmensgruppe wächst auch im Krisenjahr 2020

ANWR-Vorstandsprecher Frank Schuffelen. (Foto: ANWR Group)

Die ANWR-Unternehmensgruppe hat trotz erschwerten Bedingungen das Geschäftsvolumen im Jahr 2020 auf 17,8 Milliarden Euro ausgebaut. Die Corona-bedingten Orderrückgänge betrafen vor allem die Branchen Schuhe und Lederwaren.

Das Zentralregulierungsgeschäft war für die ANWR-eigenen Verbundgruppen aus den Bereichen Schuhe, Sport und Lederwaren besonders durch die Belastungen der Pandemie und damit um rückläufige Warenbestellungen gekennzeichnet. Während die Bereiche Schuhe mit minus 20 Prozent und Lederwaren mit minus 36 Prozent besonders hohe Rückgänge verzeichneten, wuchs der Bereich Sport um 2 Prozent, begünstigt durch Zugänge großer Fachhändler in Deutschland und in der Schweiz, teilt die ANWR mit. Das abgerechnete Einkaufsvolumen für die eigenen Verbundgruppen ANWR, Garant, Rexor, Sport 2000, Goldkrone und der internationalen Verbände lag laut ANWR mit 2,6 Milliarden Euro rund 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Eine robuste Entwicklung zeigten die beiden Banken in der ANWR-Unternehmensgruppe – DZB Bank und Aktivbank, so die Verbundgruppe. Die Zentralregulierung für Handelskooperationen, die nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, habe sich im Jahr 2020 positiv entwickelt. Kooperationen unter anderem aus den Bereichen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär und Heizung, Spielzeug und Fahrrad waren laut ANWR weniger von den Einschränkungen im Jahr 2020 betroffen: Sie regulierten über die beiden Banken ein Einkaufsvolumen von 13,8 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 5 Prozent. Die Aktivitäten im Bankenbereich werden durch DZB Payment, dem bargeldlosen Zahlungsverkehr am POS und E-Commerce, mit 0,7 Milliarden Euro und das Factoring mit 0,7 Milliarden Euro abgerundet.

Das Geschäftsvolumen der gesamten Gruppe lag laut ANWR mit 17,8 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. „Die bankgestützte Zentralregulierung ist nach wie vor Markenkern der ANWR-Unternehmensgruppe. Auch in dem herausfordernden Jahr 2020 hat sich dieses besondere Merkmal bestens bewährt“, bewertet Vorstandsprecher Frank Schuffelen die Entwicklung des letzten Jahres. „Gerade in einem Krisenjahr – vor allem für die Bereiche Schuhe und Fashion – ist der hohe Grad der Diversifikation über viele Branchen und Regionen die entscheidende Basis für die Stabilität und die Widerstandsfähigkeit der beiden ANWR-Banken und damit für die gesamte Unternehmensgruppe.“