17. Februar 2021

BVMed: „Schnelltests auch über Sanitätshäuser anbieten“

Foto: Lisa/AdobeStock

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Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert, Sanitätshäuser und Homecare-Versorger bei der Durchführung der Corona-Schnelltests einzubeziehen. „Das Bundesgesundheitsministerium sollte in der neuen Verordnung zur Corona-Teststrategie auch die bewährten Strukturen der Sanitätshäuser und Hilfsmittel-Versorger im gemeinsamen Einsatz gegen die Corona-Pandemie nutzen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Im Zuge der Erweiterung der Corona-Teststrategie hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, ab März 2021 kostenlos Schnelltests zur Verfügung stellen zu wollen. Diese sogenannten Point-of-Care-(PoC)-Antigen-Schnelltests sollen unter anderem in Testzentren des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), in Arztpraxen und Apotheken sowie in den von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) betriebenen Testzentren durchgeführt werden können.

Schnelltests sollten darüber hinaus auch in Sanitätshäusern und über Hilfsmittel-Versorger erfolgen können, fordert der BVMed. Der Verband argumentiert: Sanitätshäuser verfügen über ein flächendeckendes Versorgungsnetz und können dabei unterstützen, die Teststrategie niedrigschwellig und vor Ort umzusetzen. Dabei können sie einen Beitrag leisten, Testzentren, Arztpraxen und Apotheken zu entlasten und das Gebot des „Social Distancing“ umzusetzen. Sanitätshäuser verfügen zudem über die notwendigen Distributionsstrukturen und über die erforderliche Logistik zur Beschaffung und Organisation der Schnelltests, so der BVMed.

„Bei den Schnelltests handelt es sich um Medizinprodukte. Die Sanitätshäuser und Hilfsmittel- bzw. Homecare-Versorger verfügen aufgrund ihres Versorgungsschwerpunkts mit Medizinprodukten über die notwendigen Voraussetzungen. Das sollten wir bei der Anpassung der Teststrategie besser nutzen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.